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Die Uschkani-Inseln sind ein Paradies für die Baikalrobbe. (Foto: region-baikal.ru)
Die Uschkani-Inseln sind ein Paradies für die Baikalrobbe. (Foto: region-baikal.ru)

Uschkani-Inseln - Das Robben-Reservat

Die kleine Inselgruppe wäre sicher das Traumziel vieler Naturfreaks am Baikal – wenn man denn einfach so hinkäme. Doch hier wird anderen Spezies das Vorrecht eingeräumt: Die Inseln sind Teil des Sabajkalski-Nationalparks und quasi Sperrgebiet.

Auf den Uschkanis befindet sich die größte Kolonie der berühmten Baikalrobben. Näher als drei Kilometer darf sich deshalb kein Schiff den Inseln nähern. Und die dort stationierten Wildhüter sind auf der Hut.

Das Archipel, zehn Kilometer nordwestlich der Halbinsel Swjatoj Nos gelegen, besteht aus der Großen Uschkani-Insel und drei kleinen Eilanden. Groß-Ushkani ist etwa fünf Kilometer lang und erhebt sich 216 Meter über den Seespiegel.

Die Insel ist dicht bevölkert – nicht von Menschen und auch nicht von Robben, sondern von Ameisen: 18 bis 20 Ameisenhaufen pro Hektar, manche gut einen Meter hoch, das ist Russland-Rekord.

Im Prinzip ist es für kleine Gruppen bei berechtigtem Interesse schon möglich, über die Nationalparkverwaltung eine Besuchsgenehmigung für das Ameisen-Manhattan zu erhalten. Diese kostet nach unterschiedlichen Angaben zwischen 600 Rubel und 50 Dollar pro Person.

Biologen haben noch weitere Gründe, diese Inseln zu studieren: Wenn schon der Baikalsee-Raum mit seinen 1500 endemischen Tier- und Pflanzenarten eine weltweite Besonderheit ist, so sind die Uschkanis das i-Tüpfelchen: Die hier wachsenden Birken, Espen oder Lärchen unerscheiden sich sichtlich von ihren auf dem Festland wachsenden Artgenossen.
Robben-Watching vor den Uschkani-Inseln (foto. ld/.rufo)
Robben-Watching vor den Uschkani-Inseln (foto. ld/.rufo)
Am berühmtesten sind natürlich die Baikal-Robben, die es als einzige ihrer Gattung weltweit geschafft haben, sich dauerhaft im Süßwasser anzusiedeln. Wie sie es allerdings geschafft haben, aus den Weltmeeren einige tausend Kilometer gegen die Strömung bis in den Baikal vorzurücken, darüber rätselt die Wissenschaft noch immer.

2.000 Tiere der etwa 60.000 Köpfe zählenden Population leben an den felsigen Ufern der Uschkanis. Wer aber nicht gerade ein auf der Pirsch erfahrener Tierfilmer oder –fotograf ist, wird die Robben nur verscheuchen: Sie haben ein extrem gutes Gehör und tauchen bei Gefahr einfach ab – das ist das, was sie am besten können.

Für Normaltouristen auf Baikal-Kreuzfahrt gibt es deshalb nur eine Möglichkeit, eine freilebende Baikal-Robbe zu Gesicht oder vor die Kamera zu bekommen: Das Schiff stoppt akkurat an der Dreikilometer-Grenze (bei deren Ortung hilft nur GPS) die Maschinen – und dann heißt es lange absolute Ruhe und Geduld bewahren.
Sofern nicht eine ganz besonders neugierige „Nerpa“ dem treibenden Boot einen Besuch abstattet, braucht es allerdings gute Ferngläser und Teleobjektive, um wenigstens einen der weit weg in den Wellen tanzenden schwarzen Köpfe zu entdecken.

(ld/.rufo)

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