Altes Kurhaus in Swetlogorsk (Foto: Packeiser/rUFO)
Gebiet Kaliningrad – Ziel für Heimwehtouristen und Bernsteinsammler
Das einstige nördliche Ostpreußen war Jahrzehnte lang Sperrgebiet und für Ausländer eine verbotene Zone. Heute sind Heimweh-Touristen – und nicht nur die – wieder willkommen.
Für viele Russen ist das Gebiet Kaliningrad eine fremde Welt. Kirchen mit hohen spitzen Türmen, Backsteinhäuser und Dorfstraßen mit Kopfsteinpflaster gibt es sonst nirgendwo in Russland. Seit 1991 ist das Gebiet eine Exklave, die vom Mutterland durch drei Staatsgrenzen abgetrennt ist.
Viele historische Städte im einstigen nördlichen Ostpreußen wurden im Krieg total zerstört. Was die Kämpfe überstand, verfiel oft in den Jahren des Sozialismus. Trostpflaster für die meisten Heimwehtouristen ist die Natur.
Im Kaliningrader Gebiet stapfen immer noch viele Störche über die Wiesen, auch die Dünen der Kurischen Nehrung haben nichts von ihrer Faszination verloren.
Während der Sowjetzeit wurden einige Badeorte der Vorkriegszeit weiter ausgebaut. Am schönsten ist es in Swetlogorsk, dem einstigen Rauschen, wo man noch heute in alten deutschen Vorkriegs-Villen urlauben kann. Am Ostsee-Strand lassen sich auch immer noch viele Bernstein-Stücke finden.
... und in der Ferne glänzen die goldenen Kreml-Kuppeln vor dem Winterpanorama der Stadt Moskau. Das historische Moskau, das "Goldköpfige" genannt, hatte 40x40 goldene Kirchenkuppeln. ( Topfoto: mig/.rufo)