Atemberaubende Natur auf der Kurischen Nehrung. (Foto: Plath/.rufo)
Kurische Nehrung – Mitteleuropas größte Wüste
Die schmale Landzunge zwischen Ostsee und Kurischem Haff ist eine der atemberaubendsten Landschaften Europas. Über 100 Kilometer ist die Nehrung lang und gleichzeitig an der schmalsten Stelle nur wenige 100 Meter breit. In den vergangenen Jahrhunderten wurde hier beständig Meeressand angespült, der sich zu endlos langen, hohen Dünen auftürmte.
Vor dem 2. Weltkrieg drehten deutsche Regisseure hier die Wüstenszenen ihrer Kinofilme. Heute ist die Kurische Nehrung zweigeteilt. In der Nähe der Siedlung Morskoje (ehemals Pilkoppen) verläuft die russisch-litauische Grenze.
Auf russischer Seite ist die Nehrung als Grenzgebiet und Nationalpark gleich zweifaches Sperrgebiet. Besuche sind offiziell nur mit Sondergenehmigung möglich.
Auf litauischer Seite ist der Fremdenverkehr wesentlich besser entwickelt. Beliebtester Urlaubsort auf der Nehrung ist Nida (Nidden), wo vor dem Krieg schon Thomas Mann ein Ferienhaus besaß.
Jetzt ist richtig Winter in Russland - es gibt genug Schnee und Frost, ganz so, wie man es gewohnt ist. Als diese Langläuferinnen bei Selenogorsk an der Ostseeküste den Hügel herunterrutschten, hatte es allerdings noch nicht plusminus 20 Grad unter Null wie in den letzten Tagen. ( Topfoto: Deeg/.rufo)