917 km: Kirow – Mit altem Namen ins neue Jahrtausend
Anders als in vielen anderen zu Sowjetzeiten umbenannten Städten fand sich in Kirow keine Mehrheit für eine Rückkehr zum historischen Stadtnamen Wjatka. Das im 14. Jahrhundert gegründete Gebietszentrum 1.000 Kilometer östlich von Moskau bleibt daher bis heute nach dem in den 30er Jahren ermordeten Leningrader KP-Chef benannt.
Touristen verirren sich kaum in die an Sehenswürdigkeiten nicht sonderlich reiche Stadt.
Mit selbst für russische Verhältnisse beispielloser Gnadenlosigkeit sprengten die kommunistischen Machthaber nach der Oktoberrevolution den größten Teil der imposanten Kirchen und Kathedralen in der Stadt in die Luft.
In gutem Zustand erhalten blieb lediglich das Trifonow-Kloster östlich des Stadtzentrums. Kirow ist dennoch bis heute ein bedeutendes religiöses Zentrum. Hier startet in jedem Jahr am 3. Juni die längste und bedeutendste Pilgerprozession Russlands in das Dorf Welikorezkoje.
... und in der Ferne glänzen die goldenen Kreml-Kuppeln vor dem Winterpanorama der Stadt Moskau. Das historische Moskau, das "Goldköpfige" genannt, hatte 40x40 goldene Kirchenkuppeln. ( Topfoto: mig/.rufo)