Von Xenia Bordukowa, Moskau. Mit seinem Buch „Die Theorie des Intellekts. Wie wählt man einen Präsidenten?“ galt Arnold Kasmin bei der Frankfurter Buchmesse als „die Entdeckung des 21 Jahrhunderts“. Der Autor selbst bezeichnet sein Werk als „ungewöhnlich“, und es werden bereits Stimmen laut, die behaupten, das populärwissenschaftliche Werk führe den Menschen zu neuen Erkenntnissen über seine biologischen Möglichkeiten und seine soziale Bestimmung.
„Ich schreibe nur das weiter, was meine Vorgänger nicht zu Ende geschrieben haben. Diejenigen, die glauben, Ihr Schreibtalent sei eine übernatürliche Gabe, irren sich. Es ist das Vermächtnis unserer Vorfahren.“
Der „Theorie des Intellekts“ wurde gleich nach dem Erscheinen viel Beachtung geschenkt. Der Autor fragt darin nach der Bedeutung des Intellekts und bietet dem Leser eine originelle Methode zu dessen Bestimmung an. Speziell ausgearbeitete Formeln ermöglichen es, mit mathematischer Präzision das moralische Potenzial des Menschens zu messen. Laut Kasmin entsteht der Intellekt aus der Synthese von Intelligenz und einem emotional-ästhetischen System, das im Christentum als „Seele“ bezeichnet wird.
Zu schreiben begann der Ingenieur erst vor einigen Jahren. 1999 erschien bei dem Verlag „Moskowskije utschebniki“, dessen technischer Direktor er ist, die Liedersammlung „Veränderungen, Veränderungen…“ und wenig später folgte „Die Theorie des Intellekts. Wie wählt man einen Präsidenten?“
Der Autor arbeitete 30 Jahre im Verlagswesen, unter anderem als stellvertretender Direktor der Armee-Zeitung „Krasnaja Swesda“ und als Leiter einer Druckerei des Verteidigungsministeriums. Nachdem er als Oberst in die Reserve ging, fand er die Zeit, seine dem Intellekt gewidmete „heuristisch-philosophische Untersuchung“ zu beenden.
Auf deutsch erscheint die „Theorie des Intellekts“ in Kürze beim Springer-Verlag.
Treffpunkt: 20.März, 16:30 Uhr im Congress Center Leipzig, Saal 5
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)