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Wladimir Kaminer (Foto: www.russendisko.de)
Wladimir Kaminer (Foto: www.russendisko.de)

Die Fröhlichkeit der Grausamkeit

Wladimir Kaminers Bücher finden sich in den Regalen der Läden und Bibliotheken zwischen Kafka und Konsalik. Nicht ganz zufällig, ist er überzeugt. Denn: „…wir vom "K"-Regal sind alle Humoristen.“ Die russisch-deutschen Kulturbegegnungen 2003 hat er bisher meist in der Kneipe an der Bar erlebt, mal auf dem Tisch, mal unter dem Tisch. Über die neue russische Literatur, die Frankfurter Buchmesse und die Machos im russischen Volksmärchen sprach mit Wladimir Kaminer Ines Lasch für russland-aktuell.



Welche Veranstaltungen möchten Sie als Gast besuchen?
Es sollen ja zweihundert Autoren kommen. Die möchte ich alle abklappern …

Treten Sie selbst als Autor während einer Lesung auf?
Ja, ich habe mit meinem Kollegen am 10. Oktober, Freitag, eine groß angelegte Veranstaltung geplant. Zuerst eine Lesung, und danach geht es dann weiter mit Russendisko.

An welchem Rundtischgespräch nehmen Sie eventuell teil?
Ja, gibt es bestimmt …Ich bin mir sicher, dass ich an irgendeinem Rundtisch teilnehme, obwohl es eigentlich überhaupt nicht meine Art ist. Irgendwas mit „… Schicksal der russischen Literatur“.

"Russland – Neue Seiten": Zeigen die in Frankfurt präsentierten russischen AutorInnen wirklich Russlands neue Seiten?
Ja, warum sollen sie Russlands neue Seiten nicht präsentieren? Klar, ob nun diese neuen Seiten tatsächlich eine Chance haben hier anzukommen – das ist eine andere Frage. Weil sich Russland gerade in einem ganz anderen kulturellen Umfeld befindet. Eigentlich sind sich diese Kulturen zwar ähnlich und ergeben praktisch fast das gleiche Bild, aber die Realien der Gegenwart sind so unterschiedlich, dass man einfache Sachen nur sehr schwer erklären kann.

Ich habe bemerkt, dass sich bei den russischen Büchern, die dieses Jahr übersetzt werden – und das war wirklich eine Menge – viele meiner deutschen Bekannten wundern, warum das Bild vom Leben, das die russischen Schriftsteller in ihren Werken vom Leben malen, so düster ist. Sie verstehen die Fröhlichkeit dieser Grausamkeit nicht. In Wirklichkeit ist das ja kein grausames Bild. Gut, für deutsche Verhältnisse ist das düster, aber für uns ist das eher eine optimistische Darstellung. Man soll die Welt auch so zeigen, es lässt sich auch in einer schlechten Welt leben.

Iist das letztlich eine PR-Veranstaltung des Kremls? Denn die offizielle Delegation wird ja vom russischen Presse- und vom Kulturministerium zusammengestellt. Viele Autoren, deren Bücher in deutscher Sprache erscheinen, fehlen in der offiziellen Delegationsliste, reisen aber auf Initiative und Kosten ihrer deutschen Verlage an.
Es sollen ja zweihundert Autoren kommen. Ich kann mir vorstellen, dass eine große Schlacht darum stattfand, wer fährt und wer nicht.
… Ich bin kein großer Fan von solchen staatlich organisierten Maßnahmen unter dem Motto „Dieses Jahr ist Russland dran und nächstes Jahr haken wir Japan ab“. Weil das immer mit einer gewissen Bürokratie und unwirklichem Interesse verbunden ist. Aber ich glaube, das ist immerhin besser als gar nichts.

Welche russischen AutorInnen fehlen Ihrer Meinung nach, um wirklich Neue Seiten zu zeigen? Was könnte/sollte dieser Autor/diese Autorin präsentieren?
Niemand fällt mir ein. Aber ich weiß ja nicht, wer die zweihundert sind. Es gibt mit Sicherheit ein paar gute Schriftsteller. Ich habe neulich ein Buch von Wladimir Koslow gelesen, das fand ich sehr interessant. Oder Limonow schlägt ziemlich große Wellen. Nun gut, er kommt wahrscheinlich nicht, weil er politisch auf der falschen Seite steht. Und Deutschland muss man erobern.

Was halten Sie von dem Vorwurf vieler Kritiker und Leser – vor allem älterer – an junge Autoren, sich über die Vulgär- und Fäkalsprache zu profilieren?
Ich glaube, das gehört einfach dazu. Jede neue Generation – das ist doch auch in Deutschland nicht anders – hat eine andere Sprache. Jede sucht andere Möglichkeiten. Diesen Vorwurf habe ich auch an das neue Buch von Benjamin Lebert gehört. Dass er plötzlich aus so einem glatt gekämmten Jungen heraus solche Eigenschaften entwickelt, mit Wörtern wie „Scheiße“ und „Kotze“ jongliert. Das können die älteren Vertreter nicht so richtig begreifen.

Sind Kraftausdrücke – Sie benutzen ja selber welche - salonfähig geworden?
Ich benutze sicher keine Kraftausdrücke. Na ja, aber diese Schimpfwörter sind doch in Deutschland stark regional geprägt. „Scheiße“ ist vielleicht in München ein Schimpfwort, aber in Berlin ist das überhaupt kein Schimpfwort mehr. Ich habe darüber mit meinem Verlag eine ständige Diskussion. Sie wollen zum Beispiel überall, wo “Scheiße“ steht, „Mist“ haben. Aber in Berlin sagt sowas kein Mensch. Das ist wirklich ein beleidigendes, ein schmutziges Wort.

Ist gute Literatur an eine „saubere“ Sprache gebunden?
Das ist jedem frei überlassen. Die Sprache ist eigentlich nur ein Werkzeug, nur ein Instrument, um etwas Bestimmtes zu erreichen. Das, was man zu sagen hat, in die richtigen Worte, in die richtigen Sätze zu kleiden, damit es besser ankommt.

Wenn der Autor der Meinung ist, das, was er zu sagen hat, kann er nur in Schimpfworten ausdrücken – hier kann ich mir vorstellen, dass das in Russland oft der Fall sein kann – weil er eben eine emotionale Erschütterung darstellen will oder eine Enttäuschung von irgendwas, dann ist es gerechtfertigt. Das ist eine sehr individuelle, sehr private Frage. Ich bin überhaupt kein Fan von Schimpfwörtern, sei es nun Russisch oder Deutsch.

Welche Merkmale machen Ihrer Meinung nach gute Literatur aus?
Das ist auch wiederum Geschmackssache. Für mich ist es gute Literatur, wenn man gar nicht merkt, dass es Literatur wird. Wenn man jeder Künstlichkeit entkommt, jeder Form entkommt – dann wird es glaubwürdig, lebensnah. Das Leben kennt ja die literarischen Formen nicht, es gibt keine Romane oder Kurzgeschichten im Leben. Jede Kurzgeschichte hat im Leben immer ein Vorbild.

Gibt es in Deutschland oder im Internet ein Forum für junge Autoren, die aus Russland stammen und in Deutsch schreiben?
Nein.

Pflegen Sie Kontakt mit solchen Autoren?
Ich kenne nur eine, Natalja Handke. Sie hat aber noch nichts veröffentlicht.

Tauschen Sie sich mit anderen Autoren aus Russland über Ihre Werke aus?
Nein, die kennen mich doch überhaupt nicht. Ich bin ein deutscher Autor. Und deutsche Autoren werden schlecht ins Russische übersetzt, das glauben Sie nicht. Ich habe jetzt gerade in der Zeitschrift „Ausländische Literatur“ eine allgemeine Kritik zu deutschen Neuerscheinungen in Russland gelesen. Judith Hermann wird dort zitiert, aber auch Günter Grass. Ich bin mir ganz sicher, dass weder Judith Hermann noch Günter Grass jemals solch blöden Sätze geschrieben haben. Es ist so was von peinlich.

Andererseits ist das schon klar. Wer will schon für 500 Dollar ein halbes Jahre lang ein Buch übersetzen? Außerdem denkt jeder: ´Wer liest schon die Deutschen dort?´ Die Leser halten das für deutsche Literatur und wundern sich, dass Judith Hermann keinen Satz, der mehr als drei Wörter hat, über die Lippen bringt. Mehr als schlecht übersetzt. Das hat mit den Autoren überhaupt nichts zu tun, nicht das Geringste.

Mit wem tauschen Sie sich über Ihre Erzählungen/Romane während des Entstehungsprozesses aus?
Mit ein paar Kollegen, mit meiner Frau. Aber nicht im Entstehungsprozess, sondern erst danach. Kritik nehme ich nicht so gern an.

Wann und wo in welcher Form haben Sie in diesem Jahr an den russisch-deutschen Kulturbegegnungen teilgenommen?
Das ganze Jahr über war schon überall Kulturbegegnung – manchmal unterm Tisch. Auf jeden Fall immer an der Bar.

Wann, wo und wie fanden Sie in Deutschland Ihren Verlag und Literaturagenten?
Ich habe in der Kneipe vorgelesen, in Berlin. Mit anderen jungen Autoren, jeden Sonntag. Und dann fand ich dort meinen Literaturagenten, eine Frau, Andrea Eggers. Sie ist bis heute meine Literaturagentin. Ich selber hab´ mich nicht verändert, ich lese jeden Sonntag in der Kneipe vor.

Welcher russische Schriftsteller ist Ihr Lieblingsautor und warum?
Ich habe keinen Liebling. Aber ich lese viel und gern russische Autoren. Ich habe fast alle gelesen, die gegenwärtig besprochen werden. Sogar die, die noch nicht besprochen werden, hab ich schon gelesen. Das neue Buch von Pelewin zum Beispiel, das vor ein paar Wochen erschienen ist, „DPPNN“ („Die Dialektik der Übergangsperiode aus dem Nichts ins Nichts“, Anm. isla)

Welcher Schriftsteller der Weltliteratur ist Ihr Lieblingsautor und warum?
Ich hab´ keinen Liebling.

Viele meiner – aufgeklärten und belesenen – Bekannten sprechen von Ihnen begeistert als von einem „jungen Russen“. Ärgert Sie das? Zählen Sie sich zur "neuen russischen Literatur" oder zur neuen deutschen Literatur?
Ich bin ein deutscher Autor. Wie die Leute das sehen, kann ich nicht beurteilen. Ich habe nie eine Zeile auf Russisch geschrieben. Ich schreibe über die europäische Problematik.

Wie werden Sie in Russland von LeserInnen und KritikerInnen wahrgenommen? Wie nehmen Sie Kritiken über sich aus Russland auf?
Merkwürdigerweise ja. Obwohl nur mein erstes Buch in Russische übersetzt wurde. Obwohl man dort den Autor und seine Geschichten gar nicht nachvollziehen kann. Wahrscheinlich wegen diesem Exotenbonus: „Schau mal, unser Mann im Ausland hat es weit gebracht“ oder irgend so was.

In Russland hat das Bildungsministerium in diesem Frühjahr beschlossen, Werke von wichtigen sowjet-kritischen Autoren aus dem Pflichtprogramm des schulischen Literaturunterrichts zu streichen, die Klassiker der Weltliteratur sind, darunter von Boris Pasternak und Anna Achmatowa. Was meinen Sie dazu?
Die sind raus aus dem Pflichtprogramm? – Aber die waren doch nie sowjet-kritisch. War Pasternak kritisch? Er hat doch alles gemacht, um die Schuld von sich zu weisen. Und auf der anderen Seite den Nobelpreis nicht bekommen in diesem Zustand. Und als Roman ist „Dr. Schiwago“ alles andere als antisowjetisch.

Alle Autoren, die zu meiner Schulzeit im Programm standen, waren allein dadurch, dass sie im Programm standen, schon tabu. Was müssen Eltern da für ein Vertrauen in die Schule und das System selbst, in die Schüler und die Eltern an den Tag legen?

Ob solche Autoren wie Achmatowa oder Pasternak durch einen Schulprozess beigebracht werden können, besonders, was die Gedichte betrifft, bezweifle ich. Ich bin kein großer Fan von „Dr. Schiwago“, aber die Gedichte zum Beispiel, die diese Leute und die anderen auch geschrieben haben in dieser Zeit: Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass irgendeine Schule auf der Welt, egal, ob deutsch oder russisch, die Leute über die Schönheit der Gedichte tatsächlich aufklären kann. Sie müssen schon ihre Seele selbst öffnen. Das ist eine sehr private Angelegenheit. Schule – das glaub´ ich nicht.

Wäre so etwas auch in Deutschland möglich?
Das kann ich mir nur sehr schwer vorstellen. Ich glaube, in Deutschland haben die Lehrer auch viel mehr Entscheidungsmacht.

Ich habe nur erste Erfahrungen gemacht, weil meine Tochter in die erste Klasse geht. Sie war ja erst vier Wochen in der Schule, hat vier Buchstaben gelernt – jetzt hat jetzt fünf Wochen Ferien. Das ist deutsche Schule! Ein Kind wird gar nicht angestrengt.

Die Klagen über Deutschlands schlechtes Abschneiden bei der PISA-Studie kann niemand mehr hören, aber die Revolution deutschen Klassenzimmern scheint noch Lichtjahre entfernt.
Wie sollten Ihrer Meinung nach Kinder und Jugendliche in ihrer Lust zum Lesen und Schreiben, auch Recht-Schreiben, motiviert werden?

Ha, Sie fragen mich aus, als wäre ich ein Bildungsminister! Ich glaube, dass die Eltern und die Umgebung eine viel größere Rolle spielen im Leben der Kinder als die Schule. Es ist schwierig. Also, der russische Schriftsteller Sergej Dowlatow hat dazu mal eine tolle Anekdote geschrieben. Er war ja mal in Amerika. Dort beklagte jemand, seine Kinder würden zu wenig klassische russische Literatur lesen, und der Jemand sagte zu ihnen: ´Wie werden diese Kinder ohne Dostojewski leben?“ Da antwortete Dowlatow: “Puschkin hat auch ohne Dostojewski gelebt.“ Er hat praktisch die Antwort gegeben. Es gibt viele Wege, die Schule ist nicht der einzige.

Welches Kinderbuch war Ihr Lieblingsbuch? Woher hatten Sie es?
Russische Volksmärchen. Weil es da nur immer um irgendwelche Streits geht. Da treffen sich immer zwei, um Spannung zu haben. Der eine sagt – und das ist in allen russischen Märchen so: „Wie willst du das haben? Willst du, dass ich dir mit einem Schlag den Kopf abhacke oder dass ich dich langsam in die Erde eingrabe?“ Und andererseits: ´Wie willst du das haben?´ Das ist so eine Macho-Auseinandersetzung ohne Ende.

Also – Sie wollten immer schon ein Macho werden?“
Im Prinzip war ich an solchen Märchen sehr interessiert. Ich merke das auch an meinem Sohn jetzt. Er ist ein totaler Fan von russischen Volksmärchen.

Werden Sie 2004 im Rahmen der deutsch-russischen Kulturbegegnungen 2004 in Russland als deutscher Exportartikel in Russland auftreten?
Ach, gibt´s so was? Das wusste ich gar nicht. Ja, also gern. Ich war schon lange nicht mehr nicht mehr in Russland.

Wie sieht Ihr normaler Arbeitstag aus?
Es gibt keinen normalen Arbeitstag bei uns. Das ist das Problem. Es gibt keinen richtigen Arbeitstag.

Und wie sieht ein unnoprmaler Arbeitstag Ich versuche alles das zu schaffen, was zu schaffen ist. Und wenn man etwas nicht schafft, pfeift man drauf.

Schreiben Sie Geschichten für (Ihre) Kinder?
Ich schreibe ein bisschen über Kinder. Weil ich mir natürlich Sorgen mache über Kinder, Kindererziehung. Und ich schreibe so ein Tagebuch eines jungen Vaters. Das heißt auch so: „Ich mache mir Sorgen, Mama“.- Das sind lauter Geschichten über Kinder. Vielen Dank für das Gespräch!
Ihnen vielen Dank für das wunderbare Gespräch! (isla/.RUFO)

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Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



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