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Model bei der Fashion Week. In der Vergangenheit war die Branche oft in kriminelle Auseinandersetzungen verstrickt (Foto: Brixa/.rufo)
Model bei der Fashion Week. In der Vergangenheit war die Branche oft in kriminelle Auseinandersetzungen verstrickt (Foto: Brixa/.rufo)
Donnerstag, 08.03.2007

Sex und Gewalt – Model-Business im Kriminalmilieu

Moskau. Das Model-Business kann sich nur langsam von den kriminellen Wurzeln lösen. Vor allem in den 90er Jahren war die Branche fest in den Fängen der organisierten Kriminalität. Mehrere Models fielen Morden zum Opfer.



Swetlana Kotowa war z.B. Mitte der 90er Jahre ein erfolgreiches Foto-Modell in Russland. 1996 kam sie ins Finale des „Miss-Russia“-Wettbewerbs. Doch die 21jährige hatte gefährliche Verbindungen. Ihr Freund war der berüchtigte Auftragskiller Alexander Solonik.

Tod in Griechenland


Getötet und dann zerstückelt. Final-Teilnehmerin des Miss-Russia-Wettbewerbs 1996 (Foto: kompromat.ru)
Getötet und dann zerstückelt. Final-Teilnehmerin des Miss-Russia-Wettbewerbs 1996 (Foto: kompromat.ru)
Nach einer Reihe von Morden wurde er festgenommen, konnte jedoch fliehen und setzte sich nach Griechenland ab. Ein Gefängniswärter wurde von Freunden des Killers mit 500.000 USD bestochen und schmuggelte die notwendige Fluchtausrüstung in die Zelle.

Doch auch in Griechenland fanden Solonik und Kotowa keine Ruhe. Die Auftraggeber der Morde befürchteten, dass Solonik sie bei einer neuerlichen Festnahme verraten würde und setzten 1997 Killer auf ihn an. Solonik wurde erdrosselt und verscharrt, die damals 22jährige Kotowa wurde brutal zerstückelt. Erst 2005 wurde der Auftraggeber des Mordes zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.

Vor der eigenen Haustür erschossen


Russland-Aktuell Dossier
Mode und Models in Russland


Wenig besser als Kotowa erging es der Siegerin des „Miss-Russia“-Wettbewerbs 1996. Alexandra Petrowa aus Tschuwaschien überlebte ihre Model-Kollegin nur um zwei Jahre. Vor ihrer eigenen Wohnung wurde die damals 20jährige 1999 gemeinsam mit ihrem 37-jährigen Verlobten erschossen. Auch ihr Verehrer war Bandit und galt als lokale Größe in der Unterwelt.

Schwefelsäure-Anschlag auf Schönheit in Sotschi


Doch es gibt auch Models, die dafür bezahlen mussten, sich nicht mit der Unterwelt eingelassen zu haben. Eleanora Kondratjuk aus Sotschi muss bis heute mit den Folgen eines brutalen Anschlags aus dem Jahr 1999 leben, den ein verschmähter Verehrer gegen sie in Auftrag gab. Die Siegerin des Wettbewerbs „Miss Sotschi 1998“ gefiel einem Casino-Wachmann, zeigte allerdings selbst kein Interesse an dem 32jährigen Armenier.

Der organisierte daraufhin ein auf die damals 18jährige. Bei einem Spaziergang im Park packte sie ein Unbekannter von hinten an den Haaren und übergoss ihr Gesicht mit konzentrierter Schwefelsäure. Nur mit Mühe überlebte das Mädchen den Anschlag, aber Augen, Ohren und natürlich die Schönheit der jungen Frau wurden irreparabel in Mitleidenschaft gezogen.

Obwohl sich die Täter versuchten, über die Grenze nach Abchasien abzusetzen, konnten sie kurz darauf gefasst werden. Der Auftraggeber erhielt eine Freiheitsstrafe von elf Jahren

(ab/.rufo)


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