Vor dem Festmahl kommt der Einkauf (Foto: Suworow/.rufo)
Was gehört auf den Neujahrstisch?
Russland riecht in der Neujahrszeit nach Mandarinen und Piroggen, nach bengalischem Feuer, dazu perlt der Sekt. Auf den Wohnzimmertisch stellen die Russen in der Neujahrsnacht das Beste, denn ein Sprichwort sagt: So wie man ins neue Jahr rutscht, wird man die kommenden zwölf Monate verbringen. Dafür wird all das gekocht, was man am Liebsten isst.
Um Mitternacht knallen Champagnerkorken, man füllt die Gläser mit Sekt, stößt aufs Neue Jahr an und wünscht sich viel Glück. Nach dem ersten Trinkspruch gehen Männer oft zu stärkeren Getränken über, die Frauen trinken Champanger und Wein. Bier wird zu Neujahr nicht getrunken.
Anschließend setzten sich die Russen an die Festtafel. Dabei fehlt auf fast keinem Tisch der „Salat Olivie“ (man nennt ihn auch „Wintersalat“) - die traditionelle “Hauptvorspeise“ zu Neujahr. Außerdem gibt es Wurst, Fisch, manchmal auch Spezialitäten, wie Gans, Kaninchen oder Schweinekopf. Suppe isst man in der Neujahrsnacht nicht.
Zum Nachtisch kaufen die Russen Obst (eine russische Silvester-Feier ohne Mandarinen ist undenkbar!) und Süßigkeiten.
Salat Olivie
(Rezept für 4 Personen):
300 g Kartoffeln 200 g Möhre 3 Eier 3-4 Saure Gurken 200 g Wurst 200 g Erbsen 2 Äpfel 1 Zwiebel 1/2 Bunt Petersilie Salatcreme Salz Pfeffer
Kartoffeln, Möhre und Eier kochen und abkühlen lassen. Zwiebel und Eier schälen. Äpfel waschen, in Viertel schneiden, Kerngehäuse entfernen. Kartoffeln, Möhren, Eier, Wurst, saure Gurken, Äpfel, Zwiebel und Petersilie in Würfel schneiden. Erbsen und Salatcreme zugeben. Alle Zutaten gut mischen. Salz und Pfeffer nach dem Geschmack. Guten Appentit!
Was das Neujahrsessen einer durchschnittlichen russischen Familie kostet:
Es schneit und schneit und schneit. In der Petersburger Innenstadt mischt sich winterliches Weiß mit verwaschenen, lange schon nicht erneuerten Hauswänden. (Topfoto: Brammerloh/.rufo)