Mit diesem Telefon können gar keine Ferngespräche geführt werden (Foto: Strohe/.rufo)
Neue Vorwahlen fürs Telefonieren in Russland
Moskau. Zum 1. Dezember ändert sich die Telefon-Vorwahl von Moskau und 18 weiteren Regionen Russlands. Und das ist erst der Anfang: Bald verschwindet dann auch die obligatorische 8 vor allen Ferngesprächen.
Bislang müssen sich alle Ausländer noch umgewöhnen, wenn sie ein Ferngespräch führen wollen. Statt der in Europa üblichen Ländervorwahl mit Doppel-Null müssen sich Anrufer in Russland erst über die Nummer 8 in das Ferngesprächsnetz einwählen. Erst nach einem Freizeichen kann der Ländercode, der in Russland mit 10 statt 00 beginnt, gewählt werden.
Im Jahr 2008 will das russische Fernmeldeministerium die europäischen Standards einführen – sowohl bei den Vorwahlen, als auch bei den Notrufnummern. Notarzt und Polizei erreicht man dann in Russland über die Nummer 112.
Auch Notrufnummer nach europäischem Standard
In einem ersten Schritt erhalten alle Regionen, deren Vorwahl bislang mit einer 0 beginnt, zum 1. Dezember eine neue – jeweils mit der 4 als erster Ziffer. Die Moskauer Vorwahl lautet somit ab Donnerstag 495 statt 095, die des Moskauer Gebietes entsprechend 496 statt 096. Neue Vorwahlen gibt es u.a. auch für Kaliningrad (4112), Woronesch (4732), Jaroslawl (485), Smolensk (4812) und in anderen Regionen West- und Zentralrusslands. Bis zum 31. Januar dauert eine Übergangszeit, während der sowohl die alte, als auch die neue Vorwahlnummer noch gelten.
In Moskau gibt es zudem noch eine weitere Neuerung: Da die 095- bzw. 495-Nummern in der Zehnmillionen-Stadt allmählich ausgehen, wird parallel eine zweite Moskauer Telefonvorwahl (499) eingeführt, die in einigen Neubauvierteln bereits vergeben wird. Somit muss in der Hauptstadt u.U. sogar für ein Ortsgespräch zunächst eine Vorwahl gewählt werden.
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)