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Geld in Koffern ist relativ leicht dingfest zu machen. Wandert das Schwarzgeld bargeldlos, wird es kompliziert (Foto: Archiv/.rufo)
Geld in Koffern ist relativ leicht dingfest zu machen. Wandert das Schwarzgeld bargeldlos, wird es kompliziert (Foto: Archiv/.rufo)
Freitag, 16.03.2012

Big Brother jagt das Schwarzgeld: Banken durchsucht

Moskau. Mit einer großangelegten Razzia bei vier Banken hat die Moskauer Polizei ein Netzwerk von Schwarzgeldschiebern ausgehoben, mit dem zwei Mrd. Rubel (50 Mio. Euro) ins Ausland geschafft werden sollten.

Bereits gestern hatte die Polizei eine Gruppe von Finanzmanagern und Beratern festgesetzt, die bereits über 100 Mrd. Rubel (2,5 Mrd. Euro) aus Russland herausgeschafft haben soll. Durchsucht wurde gestern auch schon die FondServiceBank.

Scheinfirmen und geheime Kämmerchen


Nach Angaben des Innenministeriums hatte die Gruppe an der Börse mit Scheinverkäufen zwischen Scheinfirmen die realen Aktienkurse von großen russischen Aktiengesellschaften in die Höhe getrieben. Der Gewinn verblieb im Ausland.

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Die heutige Razzia soll nach Behördenangaben eine Fortsetzung des gestrigen Erfolges sein. Unter anderem wurden Büroräume der Master-Bank, der Solostbank (Zolostbank), der Schiffbau-Bank (Sudostroitelny Bank) und der Bank Strategija durchsucht.

In den Banken soll es Extraräume gegeben haben, in den illegale Finanzaktionen und Geldtransfers abgewickelt oder vorbereitet wurden. Beschlagnahmt wurden Dokumentationen, Zoll- und Passstempel, andere Behördenstempel und sonstige Gerätschaften.

Die Milliarden versickern im Ausland


Die weiteren Ermittlungen würden auch das Topmanagement der betroffenen Banken einbeziehen, heißt es. Die exportierte Schwarzgeldsumme könne sich sogar auf nicht nur 2 Mrd. Rubel, sondern auf 20 bis 25 Mrd. belaufen.

Nach offiziellen Angaben sind im vergangenen Jahr über 75 Mrd. Euro aus Russland abgeflossen. Laut Wirtschaftsministerium verblieben im Januar und Februar 2012 von den Exporterlösen russischer Firmen insgesamt 21 Mrd. Euro gleich im Ausland. Hinzugerechnet werden müssen noch die Milliarden, die von illigalen Netzwerken ins westliche Ausland geschafft werden.

Vizepremier Subkow koordiniert die Jagd


Die jetzt laufenden Razzien und Recherchen sollen von einer Regierungskommission unter Vorsitz des Vizepremiers Viktor Subkow veranlasst worden sein.

Subkow, der von Putin ins Amt gebracht wurde, hatte sich einen Namen mit der Entwicklung einer Datenbank gemacht, die alle erfassbaren Finanzströme und Aktionen sammelt und auswertet.



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JohannGmelin 16.03.2012 - 21:51

Da sollten ....

die Behörden drakonisch durchgreifen. Sonst entwickeln sich ja Zustände, wie im \"Demokratischen\" Westen !
Die Bankenaufsicht gehört wesentlich verstärkt und wen das nicht hilft, total vertaatlichen.

Dieser Lug und Trug, haftet der privaten Bankenwelt, seit ihrem Bestehen an.
Dem normalen hart arbeitenden Bürger, sind solche Machenschaften nicht zu erklären.

In dieser Beziehung, sollte sich Russland die Bankenwelt des \"demokratischen\" Westens, nicht zum Vorbild nehmen !


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