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Flughafen Domodedowo (Foto: Packeiser/rUFO)
Flughafen Domodedowo (Foto: Packeiser/rUFO)
Montag, 06.01.2003

Domodedowo auf der Überholspur

Von Karsten Packeiser, Moskau. Bislang sind die Begriffe „Scheremetjewo“ und „Moskauer Flughafen“ zumindest für die meisten Ausländer noch ein Synonym. Darum, dass das nicht so bleibt, bemüht sich seit einiger Zeit das Management des total-renovierten zweitgrößten Moskauer Flughafens Domodedowo. Mit einem excellentem Bahnanschluss und guten Service-Einrichtungen vor Ort sollen Passagiere und Fluggesellschaften zum Umzug gewonnnen werden.

Mag die zivile Luftfahrt auch nach der Terrorattacke auf die USA weltweit ins Trudeln geraten sein – Russland war von der Krise nicht betroffen. Hier verzeichnen Fluggesellschaften und Flughäfen ganz im Gegenteil nach katastrophalen Einbrüchen Anfang der 90er Jahre landesweit wieder erhebliche Zuwächse. Mit sieben Millionen Passagieren im vergangenen Jahr erscheint Domodedowo im Vergleich zu europäischen Riesen-Airports wie London-Heathrow oder Frankfurt freilich immer noch wie ein Spieler der Regional-Liga.

Maschine der Tajikistan Airlines (Foto: Packeiser/rUFO)
Maschine der Tajikistan Airlines (Foto: Packeiser/rUFO)
Ab 1998 hatte der jugoslawische Baukonzern Sivas den Flughafenterminal im Eiltempo vollständig umgebaut. – Ohne, dass auch nur einen Tag der Betrieb unterbrochen werden musste, wie die Domodedowo-Manager stolz berichten. Acht Fluggastbrücken sind zurzeit in Betrieb, weitere werden gebaut. In nur vierzig Minuten rast inzwischen im Stundentakt ein Bahn-Express ohne Zwischenstopp vom Pawelezer Bahnhof nach Domodedowo. Passagiere auf Inlandsflügen können bereits im Zug ihr Gepäck aufgeben. Als erster russischer Flughafen hat Domodedowo für seine Passagiere auch eine orthodoxe Kapelle und einen muslimischen Gebetsraum eingerichtet. Fluggäste mit Kindern können sich in einem mit vielerlei Spielgeräten ausgestatteten Sonder-Warteraum die Zeit bis zum Abflug vertreiben.

S. Rudakow (Foto: Packeiser/rUFO)
S. Rudakow (Foto: Packeiser/rUFO)

„Wir verstehen, dass immer noch viel zu tun ist“, sagt Domodedowo-Direktor Sergej Rudakow, „aber wir wollen dieses Business machen.“ Der Flughafen wird seit den 90er Jahren von der Holding „East Line“ verwaltet, der auch eine Frachtfluggesellschaft gehört. Mit dem Konzept, Passagiere und Fluglinien mit gutem Service zu überzeugen, konnte „East Line“ seinen Marktanteil beim Moskauer Passagieraufkommen zwischen 2000 und 2002 von 16 auf geschätzte 39 Prozent steigern. Eine Reihe großer Fluggesellschaften zog inzwischen von Wnukowo und Scheremetjewo nach Domodedowo um. Inzwischen ist Domodedowo daher nicht mehr nur Heimatflughafen für traditionelle Destinationen in Sibirien, der russischen Pazifikregion und Mittelasien. Noch 63 Prozent aller Passagiere in Domodedowo reisen mit Inlandsflügen, 15 in die GUS-Staaten und bereits 21 in das so genannte „Ferne Ausland“.

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• Moskauer Flughäfen verzeichnen Rekordgewinne
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Die international tätige russische Airline Transaero verließ Scheremetjewo. „Sibir“ – inzwischen zum zweitgrößten Flugunternehmen Russlands aufgestiegen – zog von Wnukowo weg. Die Fluggesellschaften aus Nicht-GUS-Ländern zögern derzeit noch mit einem Wechsel vom traditionellen internationalen Flughafen Scheremetjewo-2. Bislang wagten lediglich die Schweizer Swiss, sowie die slowenische „Adria“ und Air Malta den Schritt, obowohl Domodedowo internationalen Gesellschaften um dreißig Prozent niedrigere Abfertigungskosten bietet, als Scheremetjewo.

Allerdings forciert das Flughafen-Management seine Abwerbeversuche auch nicht. Derzeit führe East Line Verhandlungen mit vielen großen westlichen Fluggesellschaften, darunter mit British Airways, Delta und Alitalia. „Ich kann Ihnen nicht sagen, wer als nächster zu uns wechseln wird“, sagt Flughafenchef Rudakow, „aber ich garantiere Ihnen, dass es passieren wird.“

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