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Der russische Automobilmarkt ist einer der interessantesten. Trotz Staus wächst die Nachfrage weiter (Foto: Djatschkow/.rufo)
Der russische Automobilmarkt ist einer der interessantesten. Trotz Staus wächst die Nachfrage weiter (Foto: Djatschkow/.rufo)
Mittwoch, 11.01.2006

Fiat überholt in Russland VW und DaimlerChrysler

Moskau. Der italienische Automobilproduzent Fiat will ab 2007 in Russland zunächst 100.000 Autos produzieren. Anders als VW oder DaimlerChrysler will Fiat aber keine eigene Montageanlage und auch kein Joint Venture.

Fiat könnte mit diesem Schnellstart trotz sehr schlechter Ausgangsposition auf dem russischen Automobilmarkt die deutschen Konzerne VW und Daimler weit abhängen, die ihren Start in Russland immer wieder verschieben mussten.

Fiat geht Wege, die die Italiener schon in den 60iger Jahren erfolgreich beschritten hatten, als die Fiat-Lizenz-Produktion in Tolgliatti den dürstenden Sowjetmarkt schnell eroberte. Die "Schigulis" und "Ladas" wurden zum sowjetischen Volksauto.

Die Fiat-Modelle sollen von den Fließbändern der russischen Gesellschaft „Severstal-Avto“ laufen. Es soll sich um Montage der Modelle Palio und Albea handeln.

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• VW - Montage bei Moskau bisher nur Absichtserklärung (10.01.2006)
• Deutsche Autobauer nehmen Abstand von Russland (03.11.2005)
• Daimler verzichtet auf Mercedes–Werk in Russland (16.12.2005)
• DaimlerChrysler: Neue Konzern-Botschaft in Moskau (02.11.2005)
Für die Produktion sollen die Anlagen von „Severstal-Avto“ in Nabereschnyje Tschelny genutzt werden, berichtet die Zeitung Iswestija heute. Außer den Modellen Palio und Albea sollen möglicherweise auch der Minivan Dolbo und andere Modelle gebaut werden.

Die Preise für die Fiats made in Russia sollen durch den Einsatz von Einzelteilen der türkischen Fiat-Tochter SP Fiat Auto gesenkt werden.

Fiat konnte 2005 nur 200 Autos in Russland verkaufen



Fiat ist auf dem russischen Automarkt nicht sonderlich populär. Laut Iswestija wurden in 2005 nur etwas mehr als 200 Fiats in Russland verkauft. Fiat hofft aber auf eine erhebliche Steigerung, weil der neue Partner „Severstal-Avto“ sein bestehendes Vertriebsnetz für den Verkauf nutzen will.

„Severstal-Avto“ gehört zur Severstal-Group ( Alexej Mordaschow), die ursprünglich Stahl produzierte. Mordaschow hatte in 1999 den kränkelnden russischen Autokonzern UAZ (UAS, in Uljanowsk), die Anlagen von ZMA (SMA, in Nabereschnyje Tschelny) und die Motorenfabrik ZMZ (SMS, in der Nähe von Nischni Nowgorod) ganz übernommen und weitere Beteiligungen oder Übernahmen bei zahlreichen kleineren Autoproduzenten (LIAS, KAWS und UralAS) erworben.

(gim/.rufo)


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