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Donnerstag, 24.11.2005

Journalistenpreis: Einmal Privatisierung und zurück

Moskau. Es gab nur strahlende Sieger: je zwei deutsche und russische Journalisten wurden für ihre Arbeit ausgezeichnet; Russland-Aktuell wurde gelobt; der Verband der Deutschen Wirtschaft tat Gutes und ließ darüber reden.

„Nur Moskau lebt – und der Rest des Landes dämmert vor sich hin“ – so der Titel eines Artikels von Tobias Zihn (MDZ), der dafür als Nachwuchjournalist ausgezeichnet wurde.

Der Journalistenpreis des VDW
Der Journalistenpreis des Verbandes der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation (VDW) wird seit 1999 alle zwei Jahre verliehen. Der Preis soll zu einer wirklichkeitsnahen und fairen Berichterstattung beitragen und helfen, Klischees abzubauen und so die Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu fördern.

Die Schirmherrschaft haben 2005 der Präsident der Russischen Handels- und Industriekammer, Jewgeni Primakow und der Präsident des DIHT, Ludwig Georg Braun.

Die Jury wurde 2005 von Gerd Ruge geleitet. Jurymitglieder waren Thomas Roth (ARD), Ina Ruck (ARD), Dirk Sager (ZDF), Jelena Fjodorowa (REN-TV), Wladimir Kondratjew (NTW) und Jewgeni Grigorjew (Nesawissimaja Gaseta).
„Russland ist reich, doch es verteilt seinen Reichtum nicht gerecht“, notierte Zihn, als er aus dem westsibirischen Slawgorod nach Moskau kam.

Vor der Pracht der Preisverleihung, des fulminanten Konzertes und des opulenten Buffets in der Helikon-Oper verblasste allerdings auch so manche Moskauer Veranstaltung. Schließlich hießen die Sponsoren des Journalistenpreises 2005 auch E.ON Ruhrgas und Volkswagen, Siemens und Deutsche Management-Akademie Niedersachsen, Deutsche Messe AG, REWICO und Grundig.

VDW-Vostandsvorsitzende Andrea von Knoop und der Jury-Vorsitzende Gerd Ruge überreichten die gut dotierten Preise; Botschafter Walter Jürgen Schmid hielt vor über 300 geladenen Gästen und Journalisten die Laudatio; es moderierte elegant Reiner Hartmann (E.ON Ruhrgas).

Aber die Hauptfiguren hießen Jens Hartmann und Wjatscheslaw Mostowoi, Alexander Schestkow und Tobias Zihn.

Jens Hartmann wurde für seinen Artikel „Einmal Privatisierung und zurück“ aus der „Welt“ ausgezeichnet, in dem das Dilemma Oligarchen und Monopolen, De-Privatisierung und Wirtschaftsreformen beschrieben wird. „Man muss die Monopole knacken, um Russlands Wirtschaft zu modernisieren“. Jens Hartmann, der sich immer durch Präzision und Anschaulichkeit auszeichnete, hatte bei der DPA in Leipzig begonnen, war dann zum Springer Auslandsdienst nach Moskau gekommen und ist seit 2004 als freier Wirtschaftskorrespondent tätig.

Verleihung des Preises (Foto: Gorjunow/vdw)
Verleihung des Preises (Foto: Gorjunow/vdw)
Wjatscheslaw Mostowoi war von 1992 bis 2001 Korrespondent des russischen ersten TV-Programms in Berlin und prägte das Deutschlandbild der Russen. 2001 wechselte er zu TWZ (TW Zentr), wo er heute als Vizepräsident dafür sorgt, dass auch abweichende Meinungen zu Wort kommen.

Alexander Schestkow (REN-TV) und Tobias Zihn (MDZ) erhielten Nachwuchspreise, die erstmals auch an einen deutschen Journalisten gingen. Schestkow hatte in einer Fernsehreportage unter dem Titel „Diener des Volkes“ den russischen und deutschen Staatsapparat verglichen.

Der VDW überreichte dem russischen Journalistenverband eine Spende für die Hinterbliebenen russischer Journalisten, die im vergangenen Jahr in Ausübung ihres Berufes ums Leben kamen.

Trostpreis für Russland-Aktuell

Russland-Aktuell stand nicht mit auf dem Siegertreppchen, wurde aber von Gerd Ruge im Namen der Jury für seine tägliche Berichterstattung gelobt, die auch vielen deutschen Journalisten Anregungen liefert. Die Jury hatte vorgeschlagen, Russland-Aktuell lobend zu erwähnen, obwohl Internetmedien bisher nicht an der Ausschreibung des Journalistenpreises beteiligt sind.

(mig/.rufo)


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