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Der Lada Kalina ist auf dem deutschen Markt ein Exot - aber punktet mit riesigen Zuwachsraten (Foto: ld/.rufo)
Der Lada Kalina ist auf dem deutschen Markt ein Exot - aber punktet mit riesigen Zuwachsraten (Foto: ld/.rufo)
Dienstag, 07.04.2009

Lada profitiert von der deutschen Abwrackprämie

Moskau/Berlin. Die russische Automarke Lada gehört zu den großen Gewinnern der deutschen Abwrackprämie: Die 2.500 Euro Bonus beim Neuwagenkauf haben ihr 2009 schon ein Verkaufsplus von 154 Prozent beschert.


Besonders beliebt sind die russischen Einfach-Pkws auf dem deutschen Markt allerdings schon lange nicht mehr: Lada dümpelt in der Marken-Hitparade im Bereich des 30. Ranges - und verkauft trotz seiner Kampfpreise in Deutschland nur etwa so viele Autos wie Lancia oder Land Rover. Der Marktanteil liegt gegenwärtig noch unter 2 Promille.

Bei Russland-Aktuell
• Auto-Krise: Lada-Werk bekommt massive Staatshilfe (31.03.2009)
• Russischer Automarkt: 2008 noch plus 16 Prozent (15.01.2009)
• Krise: Russisches Ford-Werk macht vier Wochen Pause (09.12.2008)
• Daimler will sich in Russland bei Kamaz einkaufen (28.07.2008)
• Renault kauft Anteil an Lada-Hersteller Avtovaz (29.02.2008)
Aber die Tendenz ist beeindruckend: Im März setzte sich die Russen-Marke mit einem Verkaufsplus von 291 Prozent und 653 neu in Deutschland zugelassenen Ladas sogar an die Spitze der Profiteure der Abwrackprämie.

Seit Jahresbeginn summierte sich der Zuwachs bei den Verkaufszahlen auf 154 Prozent. Innerhalb von drei Monaten verkaufte Lada in Deutschland knapp 1.400 Autos.

Lada voll vom russischen Markt abhängig


Allerdings ist der dank des ebenso populären wie umstrittenen Staatszuschusses boomende deutsche Markt nicht geeignet, die Probleme des Herstellers auf seinem Heimatmarkt auszugleichen, wo Lada 90 Prozent seiner Produkte absetzt. Dort ist die Marke gegenwärtig mit einem Verkaufsrückgang von über einem Drittel konfrontiert.
Der Avtovaz-Konzern in Togliatti hat deshalb die Produktionspläne für dieses Jahr auf 590.000 Autos heruntergefahren. 2008 produzierte das Werk noch etwa 800.000 Ladas.



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