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Noch eine Modernisierungspartnerschaft: Die Präsidenten Österreichs und Tatarstans, Heinz Fischer und Rustam Minnichanow. (Foto: Ballin/.rufo)
Noch eine Modernisierungspartnerschaft: Die Präsidenten Österreichs und Tatarstans, Heinz Fischer und Rustam Minnichanow. (Foto: Ballin/.rufo)
Montag, 23.05.2011

Moskau und Wien intensivieren Wirtschaftskontakte

Moskau. Wer bei den Präsidentenwahlen 2012 das Rennen macht, hat Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer bei seiner Russland-Visite nicht erfahren. Dafür bringt er einen Modernisierungspakt a la Deutschland mit.

Die Modernisierungspartnerschaft sei ein Wunsch der russischen Seite gewesen, betont Fischer. Der in der vergangenen Woche zwischen Fischer und Russlands Präsident Dmitri Medwedew unterzeichnete Vertrag wird laut Österreichs Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner durch 27 Projekte, darunter auch ein russisches Innovationszentrum in Wien, konkretisiert.

Besuch soll 500 Millionen Euro Geschäft bringen


„Wir erwarten eine halbe Milliarde Euro Zusatzgeschäft aus dem Besuch", erklärte Mitterlehner. Zum Vergleich: 2010 wurden Waren für 2,5 Milliarden Euro aus Österreich nach Russland exportiert und für 2,3 Milliarden Euro importiert.

Bei Russland-Aktuell
• Steinmeier weitet Modernisierungspartnerschaft aus (09.12.2010)
• Doku: Rede Frank Walter Steinmeiers in Jekaterinburg (11.12.2010)
• Doku 2: Rede Frank Walter Steinmeiers in Jekaterinburg (11.12.2010)
• Doku 3: Rede Frank Walter Steinmeiers in Jekaterinburg (11.12.2010)
Verträge dazu wurden nicht nur in Moskau, sondern am Samstag auch in Kasan an der Wolga, der zweiten Station auf Fischers Russlandreise geschlossen: Strabag hat eine Absichtserklärung für drei große Bauprojekte unterzeichnet - für ein „IT-Dorf“ bei Kasan, eine neue Universität und ein Rugby-Stadion.

Die Novomatic-Tochter Austrian Gaming Industries will mit der tatarischen Royal Time Group bei der Ausstattung der Casinos in den vier russischen Glücksspielreservaten (Kaliningrad, Altai, Krasnodar und Primorje am Pazifik) kooperieren.

Tatarstan als Boomregion für Österreicher interessant


„Tatarstan zählt sicher zu den am besten gemanagten und gut entwickelten Regionen Russlands. Wir können hier gute Zuwachsraten erzielen“, sagt Fischer.

Bei Russland-Aktuell
• 5. Ost-West-Forum Bayern - Aufschwung im Osten nutzen (16.05.2011)
• Die Tataren kommen nach Bayern: Veranstaltung der IHK (11.03.2011)
• „Wirtschaftspartner Tatarstan“ – die IHK informiert (14.04.2010)
• Tatarstan hat neuen Präsidenten: Rustam Minnichanow (04.02.2010)
• Tatarstans Präsident Mintimer Schaimijew tritt ab (25.01.2010)
Tatsächlich ist die russische Teilrepublik eine Vorzeigeregion. Dank des Ölreichtums hat Tatarstan Mittel für den kostspieligen Umbau der eigenen Industrie. Die Modernisierung läuft bereits auf Hochtouren.

So bekommt der noch typischen Sowjetcharme versprühende Flughafen Kasan bis zum Jahresende ein modernes Terminal. Am Ufer der Wolga in Kasan sprießen neue Elite-Wohnblöcke aus dem Boden, dabei sollen auch Energieeffizienztechnologien zum Einsatz kommen. Bei Kasan entsteht ein IT-Dorf, die tatarische Variante des Moskauer Innovationszentrums Skolkowo.

Technologien aus Österreich gefragt


Bei der Modernisierung helfen sollen Know-how und Technologien aus Österreich. Tatarstans Präsident Rustam Minnichanow erhofft sich durch Fischers Abstecher von Moskau nach Kasan erhöhte Beachtung österreichischer Investoren für seine Region, wie der Präsident gegenüber Russland-Aktuell erklärte.

Bisher ist Wienerbergers Ziegelwerk für 40 Millionen Euro die größte östereichische Investition. Das östereichisch-tatarische Handelsvolumen lag 2010 bei lediglich 18 Millionen Euro.

Sollten die geplanten Vorhaben realisiert werden, dann dürfte sich das Volumen der Wirtschaftsbeziehungen in den nächsten Jahren um ein Vielfaches vergrößern. Fischer und Minnichanow wollen im Herbst überprüfen, wie die Absichtserklärungen umgesetzt werden.



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