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Manche Maschinen des Fünfer-Bündnis tragen schon die Farben von AirUnion (Foto: Archiv)
Manche Maschinen des Fünfer-Bündnis tragen schon die Farben von AirUnion (Foto: Archiv)
Donnerstag, 03.05.2007

Neue Fluggesellschaft AirUnion darf an den Start

Moskau. Der Kreml hat seinen Segen zur Fusion von fünf russischen Fluggesellschaften gegeben. In der neuen „AirUnion“ hält der Staat 45 Prozent, die Mehrheit gehört Abramowitsch – aber nicht Roman, sondern Boris.

Innerhalb von sechs Monaten sollen nun die bisher nur in einer Marketinggesellschaft zusammengeschlossenen Fluglinien Krasair, Domodedovskie Avialinii, Samara, Sibaviatrans und Omskavia zur AirUnion verschweißt werden. In den ersten drei genannten Unternehmen hält der russische Staat Anteile um die 50 Prozent.

Nicht DER Abramowitsch, sondern gleich zwei


Federführend in dem Konsortium ist schon jetzt die Krasnojarsker Krasair beziehungsweise deren Manager und private Haupteigner, die Brüder Boris und Alexander Abramowitsch (nicht zu verwechseln mit dem Oligarchen, Gouverneur und Chelsea-Eigner Roman Abramowitsch).

Die Abramowitschs und ihre bislang nicht genannten privaten Mitaktionäre werden auch in Zukunft die Geschicke der neuen Fluggesellschaft lenken: Der Staat beschränkt sich auf einen Anteil von 45 bis 49 Prozent. AirUnion wird dabei vom Staat als „strategisches Unternehmen“ betrachtet, bei dem der Staatsanteil nicht gesenkt werden darf.

Sibir und AirUnion konkurrieren um Platz 2 in Russland


Wie Alexander Abramowitsch in einem Interview mit der deutschen Luftfahrtzeitschrift „Aero International“ erklärte, hält AirUnion momentan einen Marktanteil von 12 Prozent auf dem russischen Luftfahrtmarkt und liegt damit gleichauf mit Sibir/S7. Aeroflot ist mit 24 Prozent Marktführer.

Bei Russland-Aktuell
• Fluggesellschaft Sibir least 20 neue Boeing-Maschinen (27.04.2007)
• Kaliningrad: Obligation enthüllt Eigner von KD-Avia (05.04.2007)
• Russische Airline-Allianz kauft Ungarns Airline Malev (29.01.2007)
• OAK: Russische Flugzeugbauer gegen West-Konkurrenz (04.01.2007)
Laut Abramowitsch sollen die fünf Gesellschaften schon 2008 ein „einheitliches Produkt“ anbieten. Bis 2010 will die neue Airline 600 Mio. Dollar in die Anschaffung neuer Flugzeuge investieren, da die momentane Flotte stark überaltert sei. Neben Boeing-Modellen will die Gesellschaft auch das noch nicht erhältliche russische Regionalflugzeug Sukhoi Super Jet und Tu-204 anschaffen.

Die Servicequalität von AirUnion soll dabei deutlich höher als bei russischen „Niedrigpreis-Fluglinien“ liegen, so Abramowitsch.

AirUnion: Muttergesellschaft von Malev, Partner von AUA


International koooperiert AirUnion schon jetzt mit der österreichischen AUA. Darüberhinaus hat AirUnion im Januar die ungarische Malev gekauft – und Boris Abramowitsch ist auch Miteigentümer der erfolgreichen Frachtfluggesellschaft AirBridge Cargo.

Momentan hat die AirUnion-Allianz allerdings Schwierigkeiten auf dem wachsenden russischen Passagiermarkt mitzuhalten: Während der Gesamtmarkt 2006 um 8 Prozent zulegte, gewannen die fünf Partner nur 4,8 Prozent hinzu. Gemäß der Zeitung „Wedomosti“ kann deshalb Sibir seinen gegenwärtigen 2. Platz unter den russischen Airlines auch halten.

(ld/rufo/St.Petersburg)

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