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Die Frauen verkaufen Gemüse aus dem Garten und Pilze. Nach Angaben des Statistikamts sind die Preise wegen der Erntezeit gesunken (Foto: Mironow/.rufo)
Die Frauen verkaufen Gemüse aus dem Garten und Pilze. Nach Angaben des Statistikamts sind die Preise wegen der Erntezeit gesunken (Foto: Mironow/.rufo)
Freitag, 05.10.2007

Preise steigen, Inflationsstatistik bleibt stabil

Moskau. Laut russischem Statistikamt ist die Inflation im September auf 0,8 Prozent gestiegen, die Verbraucherpreise sollen sogar gefallen sein. Andere Berichte sprechen von regelrechten Preisschocks zwischen 10 – 70 Prozent.

Alarmierende Nachrichten für das russische Wirtschaftsministerium: Nach Angaben der russischen Statistikbehörde Rosstat ist die Inflation im September auf 0,8 Prozent gestiegen. Im August hatte sie noch bei 0,1 Prozent gelegen.

Der Wert für September ist der höchste seit sieben Jahren. Im Jahr 2000 lag die Inflation im September bei 1,3 Prozent, im Gesamtjahr bei über 20 Prozent. Für dieses Jahr hat das Wirtschaftsministerium eine Prognose von acht Prozent ausgegeben. Bislang sind die Zahlen nicht korrigiert worden.

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!


Das sind schlechte Nachrichten für die russische Wirtschaft. Für die Verbraucher hat das Statistikamt jedoch beruhigende Nachrichten. Rosstat versichert, dass die Lebensmittelpreise im September um ein Prozent gefallen sind. Dies hänge mit der Erntesaison zusammen, erklärt das Statistikamt.

Diese Angaben passen allerdings kaum zu den Mitteilungen des russischen Wirtschaftsministeriums. Die Behörde gab zu, dass die Preise für Milchprodukte im September um durchschnittlich sieben Prozent und für pflanzliche Öle um durchschnittlich 13,5 Prozent nach oben geschnellt sind.

Deutliche Preissteigerungen in den Regionen


Doch selbst diese Zahlen sind noch nicht das „Ende der Fahnenstange“. Aus den Regionen kommen deutlich höhere Angaben über Preissteigerungen in einzelnen Segmenten. In Kaliningrad stieg der Preis für 1 Liter Sonnenblumenöl von auf das Doppelte. In Wladiwostok, meldet die Internetzeitung newsru, sei der Preis für 200g Butter von 31 Rubel (88 Euro-Cent) auf 43 Rubel (1,23 Euro) gestiegen, holländischer Käse kostet inzwischen 210 Rubel (sechs Euro) statt 130 Rubel (3,70 Euro) pro Kilogramm.

In der sibirischen Region Kemerowo stiegen die Preise für (alle) Lebensmittel in den Läden um 10 – 60 Prozent innerhalb der letzten zwei Wochen. In Twer, in der Nähe von Moskau, war der Preisschock noch eklatanter. Innerhalb einer Woche verteuerten sich die Lebensmittel im Schnitt um 40 – 60 Prozent.

Verschwörung von Spekulanten?


Im Zusammenhang mit diesen Preissteigerungen fordern die Kommunisten bereits staatliche Eingriffe. Der Preis für Brot und Milchprodukte müsse eingefroren werden, heißt es in einer Erklärung der Partei. „Gleichzeitig fordern wir strenge Maßnahmen gegen Spekulanten von Lebensmitteln und anderen Waren“, erklärt die KPRF.

Vor den anstehenden Wahlen suchen auch andere Politiker nach Feindbildern, um die Teuerungsrate zu erklären. Der Gouverneur des Gebiets Omsk, Leonid Poleschajew erklärte: „Es besteht der Verdacht, dass das (Preis-)Wachstum mit einer Verschwörung der weiterverarbeitenden Betriebe zusammenhängt.“

(ab/.rufo/Moskau)


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