Geldwäscheverdacht: Kein US-Visum für Vizeminister
Binnenwasserwege für ausländische Yachten jetzt frei
Russland-Aktuell zur Startseite machen


Wird in diesem Winter wieder  am Gashahn gedreht? (Foto: TV)
Wird in diesem Winter wieder am Gashahn gedreht? (Foto: TV)
Mittwoch, 11.11.2009

Putin warnt Ukraine deutlich vor möglichem Gasklau

Moskau. Russlands Premier spricht deutliche Worte: Sollte die Ukraine die Gasrechnungen nicht bezahlen und daraufhin die Transit-Pipelines anzapfen, wird der Gashahn zugedreht. Ist das der Auftakt zur neuen Gaskriegrunde?

Diese Worte fielen nach einem Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann. Sie waren die Antwort auf die Frage eines österreichischen Journalisten, ob Moskau die störungsfreie Lieferung von Gas garantieren könne.

Dem österreichischen Bundeskanzler hatte Wladimir Putin vorher versichert, es werde dann keine Probleme mit der Gaslieferung geben, wenn alle Seiten die Verträge einhielten. Wie alle Beteiligten wissen: Das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Ukraine.

Bei Russland-Aktuell
• Krise packt Gazprom: Gewinn halbiert, Schulden vermehrt (09.11.2009)
• Ukraine verspricht Europa reibunglosen Gastransit (09.11.2009)
• Schweinegrippe, Russengas, ukrainischer Wahlkampf-Virus (02.11.2009)
• Putin warnt EU vor neuen Transitproblemen in Ukraine (02.11.2009)
Wie in den letzten Jahren, gibt es bereits Befürchtungen, die Ukraine könnte (oder wolle) womöglich ihre Rechnungen gegenüber Russland nicht begleichen. Eine Rolle spielt dabei der begonnene Präsidentschaftskampf.

In ihm spielt das russische Gas den Katalysator für das völlig verdorbene Verhältnis zwischen Präsident Juschtschenkound Premierministerin Timoschenko. Putin sprach dies am Freitag ganz offen aus:

Putin: Die Ukraine kann zahlen!


„Der Internationale Währungsfonds bestätigt uns: Die Ukraine kann zahlen! Das Problem ist unter anderem auch der Präsidentenwahlkampf, und wie Sie wissen, befinden sich die Vorsitzende der Regierung und der Präsident in verschiedenen Lagern.“

Pipeline „Freundschaft“ bis Wien verlängern


Faymann schlägt der russische Premierminister vor, die Pipeline „Druschba“ (Freundschaft) von Bratislava bis in die Raffinerie in Schwechat bei Wien zu verlängern. „Das könnte unsere Zusammenarbeit auf dem Energiesektor sehr vertiefen“, so Putin.

Timoschenko verspricht „übermäßige Kraftanstrengungen“


Bei einer Begegnung mit den Botschaftern der G8-Staaten in Kiew versucht Putins ukrainische Amtskollegen Julia Timoschenko, die Wogen zu glätten: „Unter übermäßigen Kraftanstrengungen werden wir das Erdgas bezahlen, auch für November, und das innerhalb der vorgesehenen Frist und in vollem Umfang.“

Dies sei möglich wegen der „effektiven Zusammenarbeit zwischen dem IWF und der Ukraine“, sagte Timoschenko. Es gäbe „Kontakte zu Gazprom“, die Liefermengen für 2010 seien bereits festgelegt.

„Wenn die Zusammenarbeit so weiter geht, denke ich, können wir garantieren, dass die Ukraine unter keinen Umständen ihre Verbindlichkeiten gegenüber der EU hinsichtlich des Gastransports verletzt.“



Artikel versenden Druckversion

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.

Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare


Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>



E-Mail (Zur Registrierung. Wird nicht veröffentlich)

Kennwort

Schnelle Neuanmeldung zum Schutz vor Spam
Klicken Sie hier, wenn Sie sich bisher noch nicht für Kommentare registriert haben.




nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Mittwoch, 11.11.2009
Zurück zur Hauptseite








Containerumschlag im Hafen von St. Petersburg: Auf diese Weise importiert Russland vor allem - exportiert werden vorrangig Rohstoffe wie Öl, Gas, Metall und Holz.(Topfoto:Deeg/.rufo)


Mail an die Redaktion schreiben >>>






Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>



Der Russland-Aktuell
und RIA Nowosti
Wirtschaft-Monitor

28.05.2012Norwegisches Unternehmen Kvaerner will Vertretung in Russland eröffnen
28.05.2012Fridman verlässt Chefposten bei Ölkonzern TNK-BP
27.05.2012Hague reist nach Moskau: Syrien und Iran sowie bilaterale Beziehungen im Mittelpunkt
26.05.2012Experte: Daimler wird Anteil an Kamaz bis Jahresende kaum aufstocken
25.05.2012Gazprom will Gaspipeline South Stream nicht nach Österreich bauen (Zusammenfassung)

Als Chef vom Dienst ist für Sie
im Moment im aktuellen Einsatz
André Ballin, Moskau

Schnell gefunden
Russland Veranstaltungen und Kultur-Events in D+A+CH

Die Top-Themen
St.Petersburg
Nach dem Schwulengesetz: „Wir wollen uns mehr zeigen!“
Kopf der Woche
Deripaska setzt auf Ex-Stasi-Agent und Putin-Spezi
Kommentar
G-8 u ASEAN: russische-amerikanische Beziehungsprobleme
Moskau
Protest-Lager: Barrikadnaja statt Saubere Teiche
Thema der Woche
Ämtertausch vollendet: Medwedew ist Premierminister
Kaliningrad
AirBerlin nimmt Kaliningrad wieder in Flugplan auf

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.


Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.sotschi.ru, www.baltikum.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.kultur.ru, www.puschkin.ru, www.wladiwostok.ru, www.sotschi.ru ... und noch einige andere mehr!
Russia-Now - the English short version of Russland-Aktuell








google.com
yahoo.com