|
Montag, 11.01.2010
Rekordstrafe nach Massenschlägerei beim Eishockey
Moskau. Mit einem Skandal endete am Wochenende ein Spiel der Kontinentalen Hockey Liga (KHL). Nach nur vier Minuten musste das Spiel wegen einer Massenschlägerei abgebrochen werden. Praktisch alle Spieler hatten sich am Boxkampf beteiligt. Nun setzt es empfindliche Strafen.
|
|
Bereits vor dem Spiel zwischen Witjas, einem Klub der Moskauer Vorortstadt Tschechow (rund 80 Kilometer von der russischen Hauptstadt entfernt) und Avantgard aus dem sibirischen Omsk war es zu Streitereien zwischen Spielern beider Klubs gekommen.
|
Die ersten drei Minuten des Spiels verliefen dann noch ohne Zwischenfall. Dann musste das Spiel das erste Mal unterbrochen werden. In die Prügelei fünf gegen fünf ist auch der tschechische Eishockeystar Jagomir Jagr involviert.
|
Nachdem die Schiedsrichter die Raufbolde voneinander getrennt und Strafminuten verhängt haben, wurde das Spiel wieder aufgenommen - doch nur für sieben Sekunden, dann folgte die nächste Schlägerei auf dem Eis.
Fast alle Spieler haben sich am Ende an der Prügelei beteiligt. Die Schiedsrichter verhängten die Rekordzahl von 840 Strafminuten! Der bisherige Rekord lag bei 419 Minuten.
|
Rekordverdächtig sind nun auch die Geldstrafen, die die beiden Clubs zahlen müssen. Insgesamt 5 Mio. Rubel Schadenersatz (rund 130.000 Euro) fordert die KHL von den Vereinen. Dem Heimverein Witjas droht bei einer Wiederholung eines solchen Vorfalls der Ausschluss aus der Liga.
|
Die KHL hat sich dank der Sponsoren aus dem Öl- und Gassektor in den letzten Jahren zu einem harten Konkurrenten der nordamerikanischen Profiliga NHL gemausert. In der KHL spielen Vereine aus Russland, Kasachstan, Weißrussland und Lettland.
|
Die KHL will auch nach Europa expandieren. Allerdings hat der Skandal das Renomee der Liga heftig erschüttert.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>