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Freitag, 12.03.2010
Schwarzmeerflotte: russisch-ukrainisches Handelsobjekt
Moskau. Der Bau einer neuen Basis für die russische Schwarzmeerflotte in Noworossijsk verzögert sich ernsthaft. Ihr Verbleiben in Sewastopol ist eine Preisfrage zwischen Russland und der nahezu bankrotten Ukraine.
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Eigentlich soll die russische Schwarzmeerflotte nach Ende der Pacht im ukrainischen Sewastopol ins benachbarte Noworossijsk umziehen. Jetzt zeichnet sich aber immer klarer ab: Die Krise verzögert den Bau des Basis ernsthaft – bis 2017 ist die Fertigstellung kaum zu bewerkstelligen.
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Das Sonderprogramm zur Errichtung der Basis sah die hauptsächliche Finanzierung durch private Investoren vor. Viele davon sind abgesprungen, so dass der russische Staat das Projekt zum größten Teil aus der eigenen Tasche bezahlen muss.
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Eine Alternative wäre der Verbleib der Basis in Sewastopol. Der Pachtvertrag läuft 2017 aus. Russland würde gern verlängern, die Ukraine gibt – auch nach der Wahl des eher Moskau-freundlichen Präsidenten Viktor Janukowitsch – vorerst nur schwache Signale in diese Richtung.
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Experten sehen eine Lösung für möglich, aber sie könnte für Russland teuer werden. „Das ist eine Frage des Preises. Wenn Russland vorteilhafte Bedingungen vorschlägt, wird die Ukraine bereit sein, sie in Betracht zu ziehen und stimmt vielleicht zu“, sagt Rada-Abgeordnete Jelena Bondarenko von Janukowitschs Partei der Regionen.
Der Politologe Konstantin Simonow vermutet, die Ukraine würde hoch um den Preis für die Pachtverlängerung in Sewastopol pokern. Die Situation der Ukraine ähnele der Griechenlands, aber die EU würde in diesem Falle nicht zur Hilfe eilen.
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„Die Haupthoffnungen der Ukraine konzentrieren sich auf Russland. Kiew kann das Flottenthema z. B. an die Gaspreise binden“, so Simonow.
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