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Ein Probenbild des INTRADANCE-Festivals. (Foto: Vladimir Lupovskoy für INTRADANCE)
Ein Probenbild des INTRADANCE-Festivals. (Foto: Vladimir Lupovskoy für INTRADANCE)
Dienstag, 18.05.2010

Berliner Choreograph auf Tanzfestival in Moskau

Moskau. Vom 20. - 23. Mai findet in Moskau das INTRADANCE-Festival statt. Gesine Schultz sprach für Russland- Aktuell mit dem Choreographen Christoph Winkler über die Arbeit mit der russischen Tanzgruppe „Ed Physical Theatre“.

Über 100 europäische Choreographen aus 18 Ländern und über 30 russische Tanzgruppen hatten sich für das Projekt „INTRADANCE“ beworben. Sieben Koproduktionen, unter anderem von dem Berliner Choreographen Christoph Winkler, sind seither in verschiedenen russischen Städten entwickelt und präsentiert worden.

Den Höhepunkt bildet das dreitägige INTRADANCE-Festival, das alle Produktionen noch einmal zeigt.

Russland- Aktuell: Der klassische Tanz genießt in Russland großes Ansehen. Gilt das auch für zeitgenössische Ausdrucksformen?

Winkler: Der zeitgenössische Tanz führt in Russland ein Schattendasein. Zwar gibt es eine unheimlich große Tanzszene, aber die orientiert sich sehr stark an der klassischen Balletttradition. Das Potential ist groß. Aber der zeitgenössische Tanz muss in Russland erst noch seinen Platz finden.

Wenn man die Szene fördert, dann würde das nicht länger als ein oder zwei Jahre dauern bis auch diese Form des Tanzes im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stünde. Ziel des Projekts „INTRADANCE“ war deshalb nicht nur der kulturelle Austausch zwischen Russland und der Europäischen Union, sondern auch die Vernetzung der russischen Tanzszene.

Russland- Aktuell: Europäischer Choreograph trifft auf russische Tanzgruppe. Ist das Projekt eine Art Plattform für kreative Experimente?

Winkler: Zeitgenössischer Tanz wird grundsätzlich als Experiment verstanden. Ich frag mich immer, was meint ihr denn mit experimentell?! Ein hundert Jahre altes Schwanensee-Thema aufzugreifen und mit Trockeneisnebel zu visualisieren – das ist experimentell. Aber nicht das, was ich mache.

Russland- Aktuell: Was passiert in Ihrer Choreographie „True Style“?

Winkler: Das Stück basiert sehr stark auf den Biographien der Tänzer. Es gibt Szenen, die komplett aus Bewegungen bestehená und andere, die einen großen Sprachanteil haben und von den Erinnerungen der Tänzer an ihre eigene Karriere erzählen.

Christoph Winkler (Foto: www.frischefotos.com)
Christoph Winkler (Foto: www.frischefotos.com)
Die wichtigste Botschaft war für mich, dass es nicht immer die großen Geschichten wie Puschkin und Tschechow sein müssen, sondern dass es völlig ausreicht, wenn die Tänzer selbst ihr Material sind. Im zeitgenössischen Tanz geht es nur um das Individuum. Das Individuum stark zu machen, ist das Ziel.

Die Tänzer reden ohne Masken, unverstellt und unverkleidet, sie gehen auf die Bühne, aber sie sind deshalb nicht anders.

Russland- Aktuell: Was hat Sie persönlich motiviert an dem Projekt INTRADANCE teilzunehmen?

Winkler: Da ich selber aus der ehemaligen DDR komme, konnte ich mir ungefähr vorstellen, in welcher Situation die russischen Tänzer sind. Mir erging es damals ähnlich: Auch in der DDR gab es eine starke Balletttradition und keinen zeitgenössischen Tanz.

Bei der Wiedervereinigung musste ich dann erkennen, dass bestimmte Entwicklungen bei uns einfach nicht stattgefunden haben. In dieser Situation muss man sich selbst treu bleiben, seine eigene Richtung finden, aber auch das Neue wagen. Das ist eine Situation, die für die russischen Tänzer ähnlich ist. Das fand ich sehr reizvoll.

Russland- Aktuell: Hat sich diese Einschätzung in der Arbeit mit dem „Ed Physical Theatre“ bestätigt?

Winkler: Ich bin nicht der erste Choreograph, mit dem die Gruppe zusammengearbeitet hat, und die Gruppe ist selbst auch schon viel herumgekommen. In meinem Fall war es also nicht so, dass die völlig abgeschnitten waren.

Russland- Aktuell: Auf welche Probleme sind Sie in ihrer Arbeit gestoßen?

Winkler: Die Herausforderung bestand darin, ein gemeinsames Verständnis füreinander zu entwickeln. Wenn ich zum Beispiel von konzeptuellem Tanz rede, dann verbinde ich damit bestimmte Bilder.

Wenn die Tänzer aber die dahinterstehenden Konzepte, die Choreographen und ihre Arbeiten nicht kennen, dann muss man erstmal ein gemeinsames Verständnis, was mit diesen Terminologien gemeint ist, entwickeln. Diesen Punkt habe ich in der Zusammenarbeit als ziemlich entscheidend wahrgenommen.

Weitere Infos zum Fesrival gibt es hier

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Russland- Aktuell: Sprechen Sie Russisch?

Winkler: Ich kann so ein paar Worte sagen. Aber dass ich mich ohne Dolmetscher verständigen könnte, das geht nicht. In den Proben haben wir Englisch gesprochen oder zusätzlich einen Dolmetscher hinzugezogen, um sicherzugehen, dass auch alle Informationen ankommen. Und dann geht doch noch immer die Hälfte verloren…

Russland- Aktuell: Wie gefällt Ihnen denn Russland?

Winkler: Man merkt schon, dass Russland ein raues Land ist. Als Bürger der ehemaligen DDR hab ich hin und wieder Flashbacks. Die Paraden zum 8. Mai zum Beispiel. Das kenn ich alles. Bei uns war es der 1. Mai. Da sind wir alle marschiert. Ansonsten sind die Menschen, die ich auf persönlicher Ebene kennengelernt habe, alle sehr herzlich, offen und hilfsbereit.
Russland- Aktuell: Wird es in Zukunft noch weitere Projekte geben oder kehren Sie Russland den Rücken?

Winkler: Das muss man sehen. Es besteht das Interesse, diese Veranstaltung auch nach Europa zu holen. Wie und unter welchen Rahmenbedingungen wir das realisieren können, wird sich zeigen. Das Interesse für Anschlussprojekte ist auf jeden Fall da.

Das INTRADANCE Festival findet vom 20.-23.Mai in Moskau statt. „True Style“ von Christoph Winkler ist am Donnerstag, 20. Mai, um 20 Uhr im Petr Fomenko-Theater zu sehen. Tickets kosten zwischen 300 und 600 Rubel.


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