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Wer kriegt nach Luschkows Abgang den Oberbürgermeister-Sessel an der Moskauer Twerskaja? (Foto: newsru.com)
Wer kriegt nach Luschkows Abgang den Oberbürgermeister-Sessel an der Moskauer Twerskaja? (Foto: newsru.com)
Montag, 04.10.2010

Moskau nach Luschkow: Heiße Diskussion um Nachfolger

Moskau. Eigentlich sollte die Liste der möglichen Nachfolger des abgesetzten Moskauer Oberbürgermeisters Juri Luschkow schon Freitag vorgelegen haben. Daraus wurde nichts – Putin hat angeordnet, die Liste zu kürzen.

Die Partei „Einiges Russland“ hat die meisten Sitze im Moskauer Stadtparlament und deshalb das Recht, dem russischen Präsidenten eine Liste mit Kandidaten für das vakante Bürgermeisteramt vorzulegen, aus der er dann eine Person bestimmt.

Die Liste sollte eigentlich schon am letzten Freitag fertig sein, aber die Kreml-Partei hat ein Luxusproblem – es gibt zu viele Namen auf dem Papier. Premierminister Wladimir Putin, der an den Konsultationen um die Luschkow-Nachfolge teilnimmt, will „nicht mehr als drei oder vier Namen“ sehen.

Von staatlicher Wichtigkeit


Ein Posten wie die Leitung der russischen Hauptstadt ist staatsbedeutend und staatstragend. Kein Wunder also, dass die politische Elite Russlands sich persönlich um die Nachfolgerliste kümmert.

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An den Konsultationen nehmen u. a. der Duma-Vorsitzende Boris Gryslow, Vizepremier Sergej Sobjanin und der stellvertretende Vorsitzende der Präsidentenadministration Wladislaw Surkow teil. Sobjanin wird übrigens selbst als möglicher Nachfolger Luschkows gehandelt.

So viele Namen…


Durch die russische Presse geistern derweil jede Menge Namen. Neben Sobjanow wird Wladimir Wolodin aus der Führungsriege von „Einiges Russland“ als möglicher Luschkow-Nachfolger genannt; er ist ebenfalls in die Konsultationen involviert.

Oder hat gar Ludmila Schwezowa, Luschkows einstige Stellvertreterin, eine Chance? Genannt werden weiterhin Katastrophenschutz-Chef Sergej Schoigu, der Präsidentenbevollmächtigte im Nord-Kaukasus Alexander Chloponin und der ehemalige Leiter der Präsidentenadministration Alexander Woloschin.

Manche Experten geben dem Chef der Präsidentenverwaltung Wladimir Koschin, Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow, Petersburgs Gouverneurin Valentina Matwijenko und sogar ihrem Vize Alexej Sergejew eine Chance.

Absichtliche Irreführung?


Es gibt aber auch die Ansicht, diese ganzen Namen seien ein absichtliches Ablenkungsmanöver, initiiert vom Tandem Medwedew/Putin selbst. Michail Tulski vom Zentrum „Politische Analyse“ sagte gegenüber Radio Free Europe, Bürgermeister werde wahrscheinlich „jemand ganz anderes“ werden.

Die ganzen Kandidaturen seien eine „bewusste Desinformation“, damit die Öffentlichkeit nicht über die wirklichen Anwärter spricht. Laut Tulski wird wohl „einer aus der Petersburger Politelite“ den Posten bekommen.



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sarah 04.10.2010 - 18:50

Moskau nach Luschkow: Heiße Diskussion um Nachfolger

Ganze Regierung ist korrupt! Gibt kein Auswahl, nur Aerger.....Kein Wunder, dass noch ein korrumpierte Nachfolger aus der Politelite genannt wird....


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