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| Terrorverdacht: Eine Maschine der Air Berlin nach Moskau wurde in Berlin-Tegel aufgehalten (Foto: Air Berlin) | |
Donnerstag, 13.05.2010
Aktualisiert 13.05.2010 13:11
Air-Berlin-Flug nach Moskau: "Terrorakt" vereitelt
Berlin. In Berlin-Tegel ist eine Maschine der Air Berlin mit Ziel Moskau aufgehalten worden: Eine Passagierin hatte ein Gespräch von Mitreisenden mitgehört, das ihr verdächtig erschien. Inzwischen sind die "Terroristen" wieder frei.
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Die beiden Männer sollen darüber gesprochen haben, wie sie nach dem Start das Flugzeug in ihre Gewalt bringen werden. Zumindest glaubte dies eine Frau herauszuhören, die das Gespräch beim Einsteigen in die Maschine mitbekommen hatte.
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Entführer mit Berufspilotenschein? Die Berliner Bundespolizei nahm den Verdacht jedenfalls ernst – und stoppte den Flug. Besonders verdächtig erschien den Behörden dabei der Umstand, dass die beiden Männer selbst über Pilotenlizenzen verfügen.
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Die beiden russischen Staatsbürger wurden vorläufig festgenommen und befragt. Ein Polizeisprecher sagte gestern Nachmittag, man wisse bislang nicht, ob tatsächlich eine Entführung geplant war.
Passagiere und Gepäck mussten wieder raus Alle anderen Passagiere von Flug AB 8352, der eigentlich um 11.30 Uhr nach Moskau-Domodedowo starten sollte, mussten wieder aussteigen. Auch ihr Gepäck wurde wieder ausgeladen und erneut durchleuchtet.
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Nach einigen Stunden Wartezeit konnten die 135 unverdächtigen Passagiere mit einer Ersatzmaschine den Flug nach Moskau antreten. Statt wie geplant um 16.20 Uhr kam der Flug erst um 21.08 Uhr in Moskau an.
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Entwarnung: Zivilpiloten beim Fachsimpeln Im Laufe der Nacht wurden die beiden Russen dann wieder auf freien Fuß gesetzt - mit einer Entschuldigung der Bundespolizei: Wie sich herausstellte, handelt es sich bei den beiden 49 und 26 Jahre alten Männern um Piloten der "Orenburgskije Avialinii", die in Berlin ein Flugsimulatorentraining absolviert hatten.
In der Warteschlange vor dem Rückflug erörterten die beiden Flieger dabei professionelle Fragen. Dieses Gespräch wurde von der Mitreisenden kräftig missinterpretiert. Bei der "Denunziantin" handelte es sich um eine des Russischen mächtige deutsche Staatsbürgerin, berichtete der Vizedirektor der russischen Fluggesellschaft Sergej Lasarew.
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Die beiden Piloten seien nach ihrem unfreiwillig verlängerten Berlin-Aufenthalt inzwischen in Russland eingetroffen.
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