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Donnerstag, 01.04.2010
Schön blöd: Kiewer Journalisten spielen Terrorist
Kiew. In Kiew haben als „Selbstmordattentäter“ verkleidete Journalisten versucht, in die U-Bahn der ukrainischen Hauptstadt vorzudringen. Sie wurden aber schon am Eingang einer Station abgefangen.
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Die Mitarbeiter der Zeitung „Segodnja“ wollten mit Palästinensertüchern auf dem Kopf und aus einer Tasche hängenden Drähten prüfen, ob die vortags als Reaktion auf die Moskauer Anschläge verkündeten zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen auf greifen. Es soll dann aber eine Metro-Putzfrau gewesen sein, die Polizeibeamte auf die seltsame Maskerade aufmerksam machte.
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Anschließend brachten die Journalisten drei Stunden auf einer Polizeiwache zu, wo sich Vertreter aller denkbaren Sicherheitsorgane die Terror-Simulanten ansahen. Daraufhin mussten die Reporter noch zwei Stunden beim Metro-Sicherheitsdienst zubringen , bevor man sie entließ.
Strafrechtliche Folgen wird der Presse-Selbstversuch nicht haben, da die „Täter“ nicht gegen irgendwelche Gesetze verstoßen haben.
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In anderen, stärker vom Terror geplagten Ländern hätte das Experiment für die Journalisten aber fatal enden können. In Israel würden Sicherheitskräfte beispielsweise daraufhin ausgebildet, potentielle Selbstmordattentäter sofort mit einem Kopfschuss zur Strecke zu bringen, bevor sie mit ihren Händen irgendetwas berühren könnten.
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„Wenn sie nicht erschossen würden, bräuchten sie gute Anwälte, denn solche Witze brächten sie unweigerlich auf die Anklagebank. Bei Massenmedien würden sie jedenfalls danach nicht mehr arbeiten können“, so der Chefredakteur der russisch-sprachigen Internet-Zeitung „NEWSru Israel“, Jewgeni Finkel.
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