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| Ex-Zenit-Coach Dick Advocaat fährt wieder nach Russland, um Geld zu verdienen. (Foto: Fontanka.ru) | |
Freitag, 16.04.2010
Fußball: Advocaat schmeißt Belgien für Russland hin
Moskau. Dick Advocaat wird aller Wahrscheinlichkeit nach Russlands neuer Nationaltrainer. Er hat seinen Vertrag in Belgien aufgekündigt. Brisant: Ex-Coach Hiddink wartet auf seinen Lohn, und Advocaat soll 12 Mio. bekommen.
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Am Donnerstag trat der Holländer Dick Advocaat, der von 2006 bis 2009 Zenit St. Petersburg trainierte, von seinem Vertrag mit der belgischen Nationalmannschaft zurück. Es ist zwar noch nicht offiziell, aber allen Beteiligten ist klar: Er tut das, um Russlands Nationalelf zu übernehmen.
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Dass er in Verhandlungen mit dem Russischen Fußballverband (RFS) steht, gibt der „kleine General“, wie ihn die Fußballwelt getauft hat, auch selbst zu. „Ich habe ein Angebot aus Russland. Es ist riesengroß“, zitieren ihn belgische Medien.
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Eine sehr emotionale Entscheidung Der RFS hatte früher bekanntgegeben, der Name des neuen Coachs würde am 17. Mai verkündet werden. Laut „Sowetski sport“ ist die Wahrscheinlichkeit aber sehr groß, dass dies „in allernächster Zeit“ passiert.
„Das war eine sehr emotionale und irgendwo auch unangenehme Entscheidung“, sagt Advocaat über seine Entscheidung, aus seinem Vertrag in Belgien, der bis Ende 2012 gültig war, auszusteigen. „Ich konnte es nicht länger hinauszögern. Und habe mich entschieden – wenn ich gehe, dann jetzt.“
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Der Belgische Fußballverband KBVB ist natürlich sauer über eine solche Wendung. Laut „Life Sports“ will er bei der FIFA Protest einlegen. Für Advocaat wäre das nichts Neues – er hatte bereits ein ähnliches Verfahren mit den Australiern, als er sich trotz eines Vorvertrags plötzlich entschied, mit Zenit zu arbeiten.
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Das liebe Geld gibt den Ausschlag Damals wie heute waren es im Endeffekt die Finanzen, die den Unterschied ausmachten. Laut der belgischen Zeitung „Het Nieuwsblad“ bietet der (übrigens vom damaligen Zenit-Präsidenten Sergej Furssenko geleitete) RFS Advocaat satte zwölf Millionen Euro pro Jahr für seine Dienste.
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Die Ironie an der Sache ist: Während Advocaat einem Geldregen entgegensieht, guckt sein Landsmann Guus Hiddink in die Röhre. Der hatte seinen bis Juli laufenden Vertrag in Russland nicht verlängert und wartet seit Januar auf den noch ausstehenden Lohn.
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