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Dienstag, 16.02.2010
Kaliningrad: Opposition plant neue Protestkundgebung
Kaliningrad. Die Opposition in Kaliningrad will nicht länger stillhalten. Nachdem Gouverneur Boos mehrmals Treffen abgesagt hat, will sie wieder auf die Straße gehen. Die Kundgebung soll noch größer werden als Ende Januar.
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Konstantin Doroschok, Leiter der Bürgerinitiative „Gerechtigkeit“, sagte am Dienstag vor Journalisten, Gouverneur Georgi Boos habe sein Versprechen nicht eingehalten, sich mit der Opposition an einen Tisch zu setzen, um die schwierige soziale Lage im Gebiet zu erörtern.
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Deshalb werde es im März eine weitere Massenkundgebung geben, die noch mehr Menschen auf die Straße bringen soll als am 30. Januar, als in Kaliningrad etwa 10.000 Menschen gegen die soziale Ungerechtigkeit protestierten und Rücktrittsforderungen an Boos und Putin laut wurden.
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„Es sind schon drei Wochen vergangen (…), aber die Gebietsregierung in Person des Gouverneurs Georgi Boos hat sich nicht mit den Oppositionsführern getroffen und mit ihnen keinen Dialog zu den bei der Protestaktion angesprochenen wirtschaftlichen und sozialen Problemen aufgenommen“, wird Doroschok von Interfax zitiert.
Die neue Kundgebung soll voraussichtlich am 20. März stattfinden und findet bereits die Unterstützung mehrerer Parteien und Bürgerinitiativen, so Doroschok. Mehr noch: In mehreren anderen russischen Regionen seien ähnliche Protestkundgebungen geplant.
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Die Kundgebung am 30. Januar löste in der Spitze der Kreml-Partei „Einiges Russland“ Unruhe aus. Mehrere Spitzenpolitiker fuhren nach Kaliningrad, um die Lage zu sondieren; Gouverneur Boos können die sozialen Proteste möglicherweise seine zweite Amtszeit kosten.
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