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Der Kranz, gegen den Janukowitsch kämpfte, kann jetzt ersteigert werden. (Foto: newsru.com)
Der Kranz, gegen den Janukowitsch kämpfte, kann jetzt ersteigert werden. (Foto: newsru.com)
Freitag, 21.05.2010

Ukrainische Radikale versteigern Janukowitsch-Kranz

Kiew. Der Kranz, der dem ukrainischen Präsidenten unlängst ins Gesicht flog, wird versteigert. Nationalisten stahlen ihn dafür vom Grab des Unbekannten Soldaten. Die Präsidialverwaltung spricht von Schändung und Vandalismus.

Der Startpreis der Auktion beträgt 8.000 Griwna oder 31.000 Rubel (795 Euro). Verantwortlich zeichnet die Organisation „Bratswo“ (Brüderschaft), die in der Ukraine für ihre originellen, aber eben auch skandalösen Protestaktionen bekannt ist.

„Bratstwo“ erklärte laut Interfax am Freitag: „Es kommen viele Anmeldungen für die Auktion zum Verkauf des Kranzes, der Janukowitsch geschlagen hat… Die Mittel von dem Verkauf gehen in die Verteidigung der politischen Gefangenen in Odessa.“

Die stellvertretende Vorsitzende der Präsidialverwaltung von Janukowitsch, Anna German, ist empört: „Das sind völlig unannehmbare Mittel im politischen Kampf. Das ist, geradeheraus gesagt, empörende Schändung; man muss sich für diese Leute schämen, die das Gedenken an die Toten des Krieges verunglimpfen.“

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• Druschba Kiew-Moskau: Ein Schlag ins Gesicht (18.05.2010)
• Janukowitsch im Dreck: Präsidentensohn gewinnt Rallye (28.04.2010)
• Eier und Rauchbomben stoppen Flottenvertrag nicht (27.04.2010)
Und weiter: „Solch einen Zynismus und solch eine Schande hat sich bisher keiner in der Welt erlaubt. Das ist das Letzte, was Menschen tun können – Soldatengräber plündern und das Gestohlene auf Auktionen verkaufen.“

Janukowitschs vergeblicher Kampf gegen den Kranz


Zur Erinnerung: Am 17. Mai kam es am Grabmal des Unbekannten Soldaten in Kiew zu einem Malheur. Viktor Janukowitsch und Dmitri Medwedew hatten Kränze niedergelegt. Der starke Wind schlug dem ukrainischen Präsidenten den Kranz, vor dem er stand, ins Gesicht.

Obwohl die Präsidialverwaltung die Presse gebeten hatte, von einer Veröffentlichung der Bilder von dem Missgeschick Abstand zu nehmen, waren entsprechende Videoaufzeichnungen wenig später bereits im Internet zu sehen.

Auf ihnen ist zu sehen: Dmitri Medwedewentkam dem gleichen Schicksal nur durch das rechtzeitige Eingreifen seiner Leibwächter, die seinen Kranz festhalten konnten. Janukowitsch hingegen kämpfte verbissen (und vergeblich) gegen das nasse und stachelige Gebinde.



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