|
Dienstag, 18.05.2010
Moskau: Streit in der Hamburger-Schlange endet tödlich
Moskau. Ein Streit um den Platz in der Schlange vor einem Fastfood-Restaurant in Moskau eskaliert und endet mit einem Toten. Die Streithähne konnten sich nicht einigen, wer als erster seinen Hunger stillen durfte.
|
|
Zu dem Zwischenfall kam es am Ende der "Nacht der Museen" in der russischen Hauptstadt. Russland- Aktuell hatte über den Vorfall bereits berichtet, aber nun sind die Details des Vorfalls bekannt geworden.
Am frühen Sonntagmorgen standen mehrere Personen am für Autofahrer vorgesehenen Ausgabefenster einer Fastfood-Kette in der Bolschaja Ordynka im Stadtzentrum an.
|
Ein Jeepfahrer war der Meinung, er müsste zuerst bedient werden, aber damit waren die Menschen in der Schlange nun so gar nicht einverstanden. Der Autofahrer musste nach einer lautstarken Auseinandersetzung schließlich klein beigeben und lenkte seinen Wagen weg.
In dem Moment kam einer der Männer aus der Schlange hinter ihm hergelaufen und schoss mit einer Pistole mit Hartgummigeschossen auf ihn und seinen Beifahrer.
Der Fahrer verlor die Kontrolle über das Auto und überfuhr den Angreifer zwei Mal; der starb noch am Ort des Geschehens.
|
Nicht ganz so tragisch endete in derselben Nacht ein Streit um einen Platz an der Bar in einem Restaurant in der Bolschaja Jakimanka, also ganz in der Nähe des ersten Zwischenfalls. Auch hier ging es darum, wer zuerst bedient werden durfte, nur war in diesem Falle nicht Hunger, sondern Durst der Auslöser.
|
Der Streit endete in einer handfesten Schlägerei auf der Straße, bei der einer der Krachmacher so schwer verletzt wurde, dass er ins Krankenhaus musste. Die beiden Fälle lassen den Verdacht aufkommen, als sei das Schlangestehen vor den Museen in jener Nacht längst nicht allen bekommen.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>