Smog in Moskau: Fenster zu und Schutzmasken tragen!
Moskau. Im Moskauer Umland brennt bei glühender Hitze der Torf. In der russischen Hauptstadt fällt das Atmen schwer. Die Ärzte raten: Drinnen bleiben, Fenster schließen und, wenn möglich, eine Schutzmaske vor den Mund.
Laut RIA Novosti gab es am Sonntag um Moskau herum 63 Brände auf insgesamt 71 Hektar Fläche. In 38 Fällen brannte Torf, in 25 weiteren Wald. Die Luft ist eh dick bei der Hitze, und durch die Brände bildet sich noch Smog, der sich über die Stadt senkt.
Alexander Tschutschalin, der oberste Arzt für Allgemeinmedizin in Russland, sagte am Montag: „Man sollte so wenig wie möglich Kontakt zu dieser Luft aufnehmen, sich mehr in geschlossenen Räumen aufhalten und dabei die Fenster geschlossen halten.“
Er konstatiert Verschlimmerungen bei Asthmatikern und Menschen mit chronischer Bronchitis. Außerdem seien verhäuft allergische Reaktion zu beobachten. Der Moskauer medizinische Notdienst hat jedoch in den letzten 24 Stunden keinen Anstieg der Notrufe verzeichnet.
Derweil hat Moskau am Montag einen absoluten Hitzerekord aufgestellt: Das Thermometer zeigte um 16 Uhr Ortszeit 37,2 Grad Celsius im Schatten. Der „alte“ Rekord für den 26. Juli stammt aus dem Jahre 1920 – damals kletterte die Temperatur auf 36,8 Grad.
Einen wärmeren Tag gab es noch nie in der etwa 130 Jahre währenden Geschichte der Wetterbeobachtung in Russland.