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Montag, 15.03.2010
Crash in Perm: Pilot betrunken, Verfahren eingestellt
Perm. Das Verfahren in Sachen Flugzeugabsturz 2008 in Perm ist geschlossen worden. Einzig Schuldiger ist der bei dem Crash ums Leben gekommene Pilot – er war betrunken. Die Rechtsvertreter der Opfer wollen in Berufung gehen.
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Bei der Katastrophe am 14. September 2008 waren alle 88 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die Maschine vom Typ Boeing-737 war beim Landeanflug auf Perm abgestürzt. Die Ermittler kamen jetzt zu dem Schluss, der Chefpilot habe die Kontrolle über das Flugzeug verloren, weil er betrunken am Steuerknüppel saß.
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Für Igor Trunow, den Rechtsbeistand der Angehörigen der Opfer, entspricht diese Schlussfolgerung nicht der Tragweite des Geschehenen. Es ginge nicht nur um die Verurteilung eines Einzelnen, sondern um die Aufklärung systemimmanenter Fehler, sagte er am Montag laut ITAR-TASS.
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So ist er der Meinung, in Russland würde „es keine qualitativ gute Pilotenausbildung geben; sie werden nicht auf ausländischen Flugzeugen ausgebildet“. Außerdem seien die Fremdsprachenkenntnisse ungenügend, weshalb der Umgang mit der technischen Dokumentation der modernen Flugzeuge sehr erschwert würde.
Trunow will deshalb eine Aufhebung des Urteils erreichen. Sein Ziel ist es, die entsprechenden „Behörden und Strukturen“ zur Mitverantwortung für das Unglück zu ziehen. Die Ermittler haben derweil eine Forderung an das russische Verkehrsministerium geschickt, die Alkoholtests für Piloten zu verschärfen.
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Es müsse gesetzlich festgelegt werden, dass alle Piloten auf allen Flugetappen eine medizinische Kontrolle durchlaufen. Nicht nur vor Antritt des Fluges, sondern auch bei Zwischenlandungen und am Zielpunkt.
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