Kaliningrad/Moskau. In der Nacht auf Mittwoch hatte der Fernzug Kaliningrad-Moskau zwei Stunden Zwangsstopp. Die angebliche Verminung des Zuges erwies sich als Ente. Telefonterrorist war ein psychisch kranker Weißrusse.
Böse Überraschung für die etwa 500 Passagiere des Schnellzuges „Jantar“ auf dem Weg nach Moskau: Um 2.20 Uhr mussten sie auf Anordnung des Zugführers hinaus in die Kälte. Ein Mann hatte per Telefon mitgeteilt, der Zug sei vermint.
Der Zwangsstopp ereignete sich in der weißrussischen Station Orscha, draußen herrschten minus 10 Grad, als die Passagiere in die Wartehalle des Bahnhofs geführt wurden. Zwei Stunden lang untersuchten Suchtrupps mit Hunden den Zug, ohne fündig zu werden.
Die weißrussische Polizei hat inzwischen den mutmaßlichen Telefonterroristen festgenommen, Es soll sich um einen 39 Jahre alten Mann aus Minsk handeln.
Nach der Ankunft in Moskau wurde der Zug am Mittwochmittag nochmals von der Miliz auf Sprengsätze durchsucht, ohne dass etwas Verdächtiges entdeckt wurde.
Hauptsache, man lässt sich die Laune nicht verderben.Dann lässt es sich auch im hintersten russischen Dorf noch recht gut leben.(Topfoto: Mrozek/.rufo)