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Zenits Keeper Malafejew will die Beleidigung nicht auf sich ruhen lassen. (Foto: newsru.com)
Zenits Keeper Malafejew will die Beleidigung nicht auf sich ruhen lassen. (Foto: newsru.com)
Montag, 29.08.2011

Skandal: Fußballreporter flucht in Liveübertragung

Moskau. Der bekannte russische Sportreporter Dmitri Gubernijew hat sich einen saftigen Fauxpas geleistet: In der Pause eines Premierliga-Spiels beschimpfte er Nationaltorhüter Malafejew und seine kürzlich verstorbene Frau.

Gubernijew kommentierte das zentrale Spiel des 22. Spieltages zwischen Spartak und ZSKA (beide Moskau). Während im Fernsehen in der Halbzeit Werbung lief, übertrug das Internetportal Sportbox.ru das (nicht für das Publikum gedachte) Gespräch zwischen Reporter und Co-Reporter. Die Zuhörer kriegten rote Ohren…

Bei Russland-Aktuell
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“Scheiße im Tor“


Sich in der Sicherheit wiegend, dass ihn keiner hört, ließ sich Gubernijew über Wjatscheslaw Malafejew aus, der bei den jetzt anstehenden EM-Qualifikationsspielen gegen Makedonien und Irland das russische Tor hüten wird (die „Nummer 1“ Igor Akinfejew erlitt im gestrigen Spiel eine Verletzung).

„Mit dieser Scheiße im Tor werden wir verlieren“, sagte er wortwörtlich. Dann erzählte er, was er „von den Bullen“ über den tödlichen Autounfall von Malafejews Frau Marina im März dieses Jahres gehört hatte.

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• Totschlag-verdächtiger Kampf-Champion bleibt in U-Haft (23.08.2011)
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Sie sei „abgehauen“, als die Polizei sie anhalten wollte, und man habe in Petersburg ein großangelegtes Abfangmanöver eingeleitet, wusste er zu berichten. Der kürzlich von einem Kampf-Weltmeister erschlagene Student kriegte auch sein Fett ab: Er sei ein „Wichser“ und selbst schuld an der Schlägerei, in der er sein Leben ließ.

Die folgenden „technischen“ Anweisungen an seinen Regisseur garnierte der Reporter dann mit verschiedensten Mutterflüchen. Das russische Internet ist heute natürlich voll von Mitschnitten dieses skandalösen Zwischenfalls.

Bei Russland-Aktuell
• Die aktuelle Tabelle der Fußball-Premierliga

“Ich habe das nicht so gemeint“


Gubernijew rudert natürlich zurück. Er sucht nach Ausreden, man habe ihn falsch verstanden. Er habe gar nicht Malafejew gemeint, sondern „den Torwart von Dänemark“. Was hat der Torwart von Dänemark da zu suchen, stellt sich hier logischerweise die Frage.

Der Fernsehsender „Rossija-2“ hat sich bereits für die „technische Panne“ auf Sportbox.ru entschuldigt. Gurbernijews Worte seien „die emotionale Reaktion auf Akinfejews Verletzung“ gewesen; er habe „niemanden damit beleidigen wollen“.

Der FC Zenit, für den Malafejew zwischen den Pfosten steht, nimmt den Vorfall allerdings nicht gelassen hin. Er schickte eine offizielle Anfrage an den Russischen Fußballverband und „Rossija“, in der eine Überprüfung gefordert wird.

Wjatscheslaw Malafejew ist natürlich sauer. In seinem Twitter-Blog ist zu lesen: „Das war sehr patriotisch von ihm (Gubernijew), mir fehlen einfach die Worte! Ich hoffe, die Leitung von Rossija-2 lässt das nicht unbeachtet! Ich lasse das ganz bestimmt nicht!“



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