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| Den Rubel entwerten oder nicht, das ist hier die Frage. (Foto: newsru.com) | |
Donnerstag, 06.08.2009
Rubelabwertung als leichter Ausweg aus der Krise?
Moskau. Der Finanzexperte Anatoli Aksakow schlägt vor, den Rubel drastisch zu entwerten, um der maroden Wirtschaft neues Leben einzuhauchen. Andere Spezialisten warnen indessen vor solch einem Schritt.
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Aksakow ist Mitglied des nationalen Bankenrats, Präsident der Vereinigung der Regionalbanken und Abgeordneter der Staatsduma; seiner Meinung nach ist eine Abwertung des Rubels um satte 30-40 Prozent vonnöten. „Davon profitieren alle“, zitiert ihn RIA Novosti.
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Seiner Meinung nach wird die russische Produktion danach konkurrenzfähig, es entstehen neue Arbeitsplätze, und die Banken bekommen die Schulden der Unternehmen bezahlt. Nebenbei werden die Schulden sinken, denn eine Geldentwertung ziehe sogleich eine Inflation nach sich.
Er vergleicht die Situation mit 1998, als die Wirtschaft nach der jähen Abwertung des Rubels bereits Anfang 2000 auf Hochtouren kam. Unterstützung erfährt Aksakow vonseiten des Zentrums für makroökonomische Analyse und kurzfristige Prognose. Dort herrscht die Ansicht, eine Rubelabwertung könnte bereits in der zweiten Hälfte von 2010 zu einer Belebung der Produktion führen.
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Alles nur noch schlimmer geworden
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Die Führung der Bank Russlands und andere Experten stehen Aksakows Vorschlag jedoch sehr kritisch gegenüber. So gibt der Wirtschaftsexperte Maxim Blant zu bedenken, die bisher angewendete allmähliche Rubel-Entwertung habe die Lage der russischen Wirtschaft nur noch verschlimmert.
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„Länder, die zu Beginn des letzten Jahres in einer ähnlichen Situation wie Russland waren und freiwillig oder gezwungenermaßen ihre Währung drastisch oder allmählich entwertet haben, zeigen viel schlechtere Ergebnisse als die, welche einen stabilen Kurs halten konnten“, so Blant.
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Das bewusste Hervorrufen einer Inflation sei „ein Verbrechen“, ganz zu schweigen von der Lage, in die die Menschen geraten würden, die Kredite in Fremd- währungen aufgenommen haben. „Der Rubelkurs wird vollends von der Bank Russlands kontrolliert, und nichts spricht dafür, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird“, fügt Blant hinzu.
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