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| Russlands Wirtschaft unter Volldampf - droht eine Überhitzung ? (Foto: Archiv/.rufo) | |
Freitag, 29.08.2008
IWF warnt vor Überhitzung der russischen Wirtschaft
Moskau. Im Georgienkonflikt gibt sich Russland selbstbewusst. Sanktionen des Westens fürchte man nicht, heißt es aus dem Kreml. Moskau baut dabei auf seine rasant wachsende Wirtschaft. Doch der droht nun ein Überhitzen.
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Die russische Volkswirtschaft wächst robust. Das BIP soll in diesem Jahr Schätzungen der russischen Regierung zufolge um 7,8 Prozent zulegen. Dabei stützt sich der Markt vor allem auf die Binnennachfrage.
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Russen im Kaufrausch – Preise steigen Doch gerade hier hebt der Internationale Währungsfonds den warnenden Zeigefinger. „Die Binnennachfrage ist im Jahresvergleich real um 15 Prozent gestiegen. Das liegt deutlich über den Wachstumsschätzungen”, heißt es in einer Veröffentlichung des IWF.
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Dies habe deutliche Auswirkungen auf die Inflation, die sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelt habe, machten die Finanzexperten deutlich Von Juni 2007 – Juni 2008 lag die Inflation nach IWF-Schätzungen bei 15,1 Prozent in Russland.
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Inflation hat alle Bereiche der Wirtschaft erfasst Während die Preissteigerungen zunächst auf Lebensmittel und Energiepreise beschränkt waren, breiten sie sich nun praktisch auf das gesamte Spektrum von Gütern und Dienstleistungen aus.
Zugleich sorge der nach wie vor bestehende Mangel an qualifiziertem Fachpersonal für eine deutliche Erhöhung der Gehälter um 16 Prozent pro Jahr. Dies liege aber weit über den Steigerungsraten der Arbeitsproduktivität warnt der IWF.
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IWF kritisiert russische Regierung Das Inflationsziel der russischen Regierung von 10,5 Prozent (das zuvor schon mehrfach auf diesen Wert angehoben wurde) wird nach Einschätzung der IWF-Experten deutlich übertroffen. „Die Preise steigen derzeit wesentlich stärker als das durch den weltweiten Anstieg von Lebensmittel- und Energiepreisen erklärt werden kann und werden das von den Behörden ausgegebene Ziel deutlich übertreffen“.
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Kritik wird daher an der russischen Regierung geübt. Deren makroökonomische Politik „trägt zu einer Überhitzung der Wirtschaft bei“, konstatiert der IWF. Die prozyklische Investitions- und Fiskalpolitik würde zu einem weiteren Anstieg der Inflation beitragen und somit letztlich zur Entwertung des Aufschwungs führen.
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