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Putins Logik in Syrien: Assad den Rücken stärken - bis die Rebellen weich werden (Foto: Archiv/.rufo)
Putins Logik in Syrien: Assad den Rücken stärken - bis die Rebellen weich werden (Foto: Archiv/.rufo)
Montag, 12.10.2015

Syrien-Einsatz: Putin beendet den Etikettenschwindel

Moskau. Russlands Ziel ist die Stärkung der Assad-Truppen – und kein Wort vom Kampf gegen den IS: Wladimir Putin hat in einem TV-Interview seine Kriegsziele in Syrien der Realität des Kampfeinsatzes angepasst.

„Unsere Aufgabe besteht darin, die legitime Staatsmacht zu stabilisieren und Bedingungen für die Suche nach einem politischen Kompromiss zu schaffen.“ So definierte Kreml-Chef Wladimir Putin in einem am Sonntagabend ausgestrahlten TV-Interview die Ziele des russischen Militäreinsatzes in Syrien. Den „Islamischen Staat“ erwähnte er in dem Gespräch nur am Rande.

Zwölf Tage nach Beginn der russischen Bombenangriffe hat Putin damit selbst bestätigt, was ihm von westlicher Seite seither vorgehalten wurde: Russland kämpft in Syrien nicht, wie von Moskau offiziell behauptet, gegen den internationalen Terrorismus in Gestalt des barbarischen „Islamischen Staates“, sondern vorrangig gegen Assad-Gegner aller Couleur.

Moskauer Sprachregelung: Was wir bombardieren, ist IS


Nur fünf bis zehn Prozent der russischen Luftangriffe trafen bisher IS-Strukturen, heißt es unisono von Washington über Brüssel bis Ankara. Im Umland der zentralsyrischen Städte Idlib, Homs und Hama, wo die meisten russischen Raketen und Bomben niedergingen, sei der IS schließlich gar nicht präsent, so westliche Experten.

Bei Russland-Aktuell
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• Grosny: Hunderttausende für Mohammeds Ehre mobilisiert (20.01.2015)
Stärkste Kraft ist hier mit der Al-Nusra-Front, dem syrischen Ableger von Al-Qaida, allerdings auch eine dem Terror-Spektrum zuzuordnende Miliz. Es gab jedoch immer wieder Berichte, wonach auch gemäßigte und von westlicher Seite unterstützte Bürgerkriegsparteien zu Zielen der russischen Attacken geworden seien.

Davon ungeachtet meldet das russische Verteidigungsministerium seit dem Beginn der russischen Bombenangriffe in Syrien tagtäglich die Zahl der zuletzt angegriffenen Ziele (meist zwischen 30 und 60) – und nennt sie pauschal „Objekte des Islamischen Staates“. In der Regel ist dann von erfolgreich zerstörten Munitionsdepots, Kommandozentralen, Fuhrparks und Fernmeldeknoten die Rede – überprüfbar ist das nicht.

Rein propagandatechnisch macht es das Sinn: Schließlich begründete Moskau den Aufzug seiner Luftstreitmacht auf einer Basis bei Latakia ja mit der Notwendigkeit einer effektiven Bekämpfung der ultraradikalen Islamisten, die ihrerseits eine Bedrohung Russlands darstellten. Also bombardiert man, zumindest für den Sprachgebrauch in den heimischen staatstreuen Medien, auch nichts anderes als den IS.

Syrische Armee rückt mit russischer Schützenhilfe vor


Offenbar haben die russischen Luftangriffe der syrischen Armee inzwischen die Möglichkeit verschafft, in mehreren Landstrichen vorzurücken. Dass dies die Assad-Gegner nach über vier Jahren Bürgerkrieg allerdings gleich gesprächsbereit macht, bezweifelt selbst Putin: Bisher hätten die „Abteilungen internationaler Terroristen“ keine Neigung gezeigt, sich mit der „in der eigenen Hauptstadt faktisch belagerten Staatsmacht“ zu verständigen. Putin hofft aber, so sagt er zumindest, bei der Opposition Gesprächsbereitschaft herbeiführen zu können, sollten Assads Truppen durch die russische Luftunterstützung nun wieder Kampfgeist und Initiative zeigen.

Die Moskauer Generäle können nach Putins Klarstellung nun wohl auf den Etikettenschwindel verzichten - sofern er nicht schon zur Gewohnheit geworden ist. In der Ostukraine wähnte die russische Militärführung bei allen Kämpfen auf Seiten der Separatisten ja auch immer nur „örtliche Selbstverteidigungskräfte“ am Werk – so viel Beweise und Indizien es für eine insgeheime Unterstützung durch russische Truppen auch gab.

Putin: "Keine Bodentruppen"


Laut Putin habe Russland gegenüber der syrischen Führung keine „übermäßigen Verpflichtungen“ auf sich genommen: Der russische Militäreinsatz sei auf die Zeit des Vorstoßes der regulären Armee begrenzt. Einen Einsatz russischer Bodentruppen schloss Putin aus. Sein Land verfolge schließlich eine „ohne jede Übertreibung friedensliebende Außenpolitik“ und habe weder den Wunsch, ein Imperium noch die Sowjetunion wieder zu errichten.

Über Territorium und Bodenschätze verfügt Russland im Übrigen auch so genug, meinte Putin.



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GWalter 30.10.2015 - 12:19

Die USA wollen als Foulspieler doch den Syrien- oder ganz großen Krieg

Nachdem den Amerikanern in Syrien die Felle wegschwimmen, steigt in Washington die Nervosität. Das ganze Gebilde aus Lügen und Intrigen droht ihnen um die Ohren zu fliegen. Selbst ein globaler Flächenbrand erscheint wieder möglich.\\r\\n-\\r\\nVon Henry Paul\\r\\n-\\r\\nDie USA haben die UN und die Welt schamlos belogen! Sie (die US-Regierung und ihre Geheimdienste) haben die Al-Kaida, die diversen Namensvettern und insbesondere die Nachfolge-Organisationen der Al-Kaida, nämlich die Al-Nusra oder im anderen Gewand die Free Syrian Army oder ISIS (Islamischer Staat) begründet, ausgebildet, munitioniert und angewiesen sowie militärisch unterstützt, um sowohl im Irak als auch der Levante und in Syrien die Regierungen (Das Regime) zu destabilisieren oder zu stürzen. Syrien war und ist ein friedliches Land. Assad hat sich keiner Verbrechen schuldig gemacht. Die Giftgas-Attacken waren eine False-Flag-Aktion der türkischen Geheimdienste, um Assad öffentlich zu schaden und den USA einen Grund zu geben, Polizei zu spielen.\\r\\n-\\r\\nweiter lesen-->http://www.contra-magazin.com/.../die-usa-wollen-als.../\\r\\n---------------------------------------Meinung----------------------------------------\\r\\nVöllig klar, daß die USA nicht aufgibt. Zu viel steht für sie auf dem Spiel. Nämlich die Macht über den Rest der Welt!\\r\\n-\\r\\nWenn sie tatsächlich mit legalen Truppen in Syrien einmarschieren und Assad stürzen wollen, reicht die angezündete Lunte bis zum 3. Weltkrieg. Hier spielt man mit einer Dynamik, die nicht zu kontrollieren ist. Schon allein aus dem möglichen Gesichtsverlust heraus, wächst das irrationale Element enorm. Der Wahnsinn ist nicht mehr nachzuvollziehen, kein Argument kausal schlüssig, und ab einem gewissen Punkt wird nicht mehr argumentiert, sondern nur mehr bombardiert. Das seine Logik bestenfalls im erfundenen Feind hat. Da die US „Führungsriege“ und die dahinter stehenden Mächte keine geistig gesunden Individuen sind, sondern Psychopathen, die lehrbuchartig agieren, darf man auf keinen Fall das paradoxe Moment in dieser Situation verkennen. Meister der Lüge, auch vor sich selbst, rechtfertigen sie ihr verbrecherisches Treiben mit paranoiden Wahnvorstellungen, die sie durch gekaufte Medien, die sich ihr Geld auf dem Strassenstrich des Kapitals und der Macht als Prostituierte verdienen, global dem Rest der Welt infam aufs Auge drücken wollen!


GWalter 29.10.2015 - 14:42

Wikileaks: Entvölkerung von Syrien ist Teil der US-Strategie

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 29.10.15 11:20 Uhr
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Wikileaks-Gründer Julian Assange glaubt, dass die Massenflucht aus Syrien Teil der US-Strategie gegen die Regierung Assad sei: Die Entvölkerung des Landes bringe das Land an den Rand des Kollaps, weil vor allem die gebildete Mittelschicht vertrieben wird. Europas Strategie der offenen Grenzen spiele den US-Interessen in die Hände.
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Die „Entvölkerung Syriens“ sei Teil des Konzepts zum Sturz Assads, „weil durch den Krieg vor allem die Mittelklasse weggeht, sprich Ärzte, Beamte, Anwälte, Ingenieure – also genau jene Berufsgruppen, die man braucht, um ein Land überhaupt funktionsfähig zu halten“. Die Vertreibung dieser Gruppen führe zu einer massiven Schwächung von Assad.
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Assange sagte, er wisse selbst als Flüchtling, wie wichtig es ist, die Flüchtlinge freundlich aufzunehmen. Denn die Folge der „Politik der offenen Grenzen in Europa“ sei falsch, weil genau das die Ambitionen der Amerikaner unterstütze. Assange: „Wir haben diplomatische Noten, aus denen hervorgeht, dass die schwedische Regierung während des Irak-Kriegs gesagt habe, dass ihr Beitrag zum Krieg die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen sei. Der Irak hat vor einigen Jahren Deutschland gebeten, die Iraker nicht einzuladen, nach Deutschland zu kommen, weil dies für den Aufbau des Landes schlecht sei. Deutschland hatte dem Wunsch dann entsprochen.“


GWalter 28.10.2015 - 15:23

SO IST DAS

Wenn die Medien die Wahrheit über die USA und die NATO und der Machenschaften berichten würden, gäbe es in Europa so gut wie keine USA-Fan´s.
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Allerdings wären dann auch alle bei uns agierenden Politiker überhaupt nicht mehr in der Politik, sondern dort wo sie eigentlich hingehören !!


GWalter 28.10.2015 - 14:56

Merkel in Peking......Was die Kanzlerin von China erwartet

Syrien und Flüchtlinge
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Kanzlerin Angela Merkel will China zu mehr Engagement drängen. Nach dem Atomkompromiss mit dem Iran hofft die deutsche Regierungschefin darauf, dass Peking auch im Syrien-Konflikt eine aktivere Rolle spielt. Die chinesische Führung könnte etwa ihre guten Beziehungen zu Russland spielen lassen, um Präsident Wladimir Putin zur Zurückhaltung zu drängen. Denn eine Entspannung des Konfliktes in Syrien könnte auch die Flüchtlingskrise in Europa entschärfen.
-----Meinung------
Diese Frau ist doch nur im Vasallenauftrag der USA unterwegs um zwischen China und Russland einen Keil zu treiben !!
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Aussderem war und ist es doch ganz ALLEINE die Schuld der USA, dass es diese Flüchtlinge und die IS gibt, die nachweislich von USA, Türkei und den Saudis finanziert werden.
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Die Frau kkann nicht mehr alle Tassen im Schrank haben !?!?


GWalter 28.10.2015 - 14:54

Putin trifft sich am Mittwoch mit Vizekanzler Gabriel

Putin soll Sigmar Gabriel als ersten ein Ohrfeige verpassen, und zweites nach Deutschland zurück abschieben !\\r\\n-\\r\\nLetztes Jahr wollte Gabriel keine Ausrüstung Militärischer Art nach Russland exportieren, weil Menchenleben ihm HEILIG seien !?!?\\r\\n-\\r\\nAber Panzer und sonstige Waffen zu den Saudis und Katar exportieren, wo Menchen öffentlich gesteinigt und enthauptet werden !!!\\r\\n\\r\\nSo HEILIG sind für Sigmar Gabriel Menschenleben und Menschenrechte !!!!!\\r\\n-\\r\\nhttp://www.spiegel.de/politik/ausland/stellenangebot-saudi-arabien-sucht-acht-neue-henker-a-1034359.html


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