Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Syrien-Einigung: Das dicke Ende kommt noch
Russland-Aktuell zur Startseite machen


Abnabelung: Selbst einfache Güterwaggons aus dem jeweiligen Nachbarland werden auf russischen bzw. ukrainischen Gleisen jetzt nicht mehr toleriert (Foto: rzd.ru)
Abnabelung: Selbst einfache Güterwaggons aus dem jeweiligen Nachbarland werden auf russischen bzw. ukrainischen Gleisen jetzt nicht mehr toleriert (Foto: rzd.ru)
Freitag, 02.10.2015

Russland und die Ukraine blocken gegenseitig Verkehr ab

Moskau. Russland und die Ukraine machen sich mit Transsport-Sanktionen das Leben auch abseits des Konfliktherdes im Donbass-Gebiet schwer. Nach einer Lkw-Blockade der Krim und gegenseitigen Flugverboten werden nun auch Güterwaggons geächtet.

Als bislang letzten Schritt hat die russische Bahngesellschaft RZD zum Stichtag 30. Oktober die Benutzung von Güterwaggons der ukrainischen Bahngesellschaft Ukrreftrans auf russischem Boden verboten.

Moskau reagiert damit auf eine bereits seit Ende September von der ukrainischen Eisenbahn umgesetztes Verbot, auf ihrem Schienennetz Waggons des russischen Fuhrparkbetreibers PGK einzusetzen. Betroffen waren davon 4100 Güterwaggons, die nach ihrer Entladung leer an die russische Grenze zurückgeschickt wurden.

Die russische Gegenmaßnahme dürfte den Export ukrainischer Güter nach Zentralasien und China deutlich behindern, so die Internetzeitung newsru.com.

Ab dem Winterflugplan darf nur noch UTAir die Ukraine anfliegen


Ähnliche gegenseitige Sanktionen wurden auch bereits im Luftverkehr verhängt. Auch hier hatte zunächst die Ukraine - unter Verweis auf Mitte September gegen Russland wegen des Ostukraine-Konflikts verhängte Sanktionen - zahlreichen russischen Fluggesellschaften ab 25. Oktober den Anflug ukrainischer Flughäfen untersagt. Betroffen sind mit Aeroflot und (der inzwischen in den Bankrott geschlidderten) Transaero auch die beiden größten Airlines Russlands.

Bei Russland-Aktuell
• Ukraine verhängt Sanktionen gegen Journalisten (17.09.2015)
• Revolte bei den Rebellen in Donezk (07.09.2015)
• Frieden in der Ukraine hat ein anderes Kaliber (01.09.2015)
• Ukraine droht Gläubigern mit Zahlungsstopp (07.08.2015)
• Das Minsker Auslegungsabkommen für die Ukraine (02.07.2015)
Moskau konterte mit einem analogen Einflugverbot für die ukrainische Airline UIA. Die einzige russische Fluggesellschaft, die weiterhin Direktflüge in die Ukraine anbieten kann, ist UTair. Dort erwägt man jetzt eine Intensivierung der Verbindungen.

UTair wurde von den Kiewer Behörden geschont, weil diese Airline die Krim nach der russischen Vereinnahme nie angeflogen hat. Kiew betrachtet dies als illegale Nutzung ukrainischen Luftraums und hat dafür schon 4750 Strafbescheide über 646 Mio. Hrywna (ca. 26 Mio. Euro) ausgestellt – die von den russischen Airlines aber ignoriert werden.

Krimtataren und "Rechter Sektor" blockieren die Krim


An der Grenze zu der von Russland vereinnahmten Halbinsel werden zudem seit dem 20. September keine Lebensmittel-Transporte mehr durchgelassen. Aktivisten der Krim-Tataren sowie nationalistischer Organisationen wie dem „Rechten Sektor“ lassen mit Nahrungsmittel beladene Lkw nicht mehr durch. Die ukrainischen Behörden tolerieren die Blockade.

Von russischer Seite wird sie weniger als politisches Druckmittel denn als Versuch der paramilitärischen Bürgerwehren dargestellt, an den Checkpoints zur Krim mit der Zeit ein System mit Durchfahrtsgebühren zu etablieren. Derartige „Wegzölle“ sind für kommerzielle Frachten seit geraumer Zeit an den Zufahrten in das Separatistengebiet in der Ostukraine üblich.

In deutlich geringerer Menge als zuvor gelangen ukrainische Waren aber nach wie vor auf den Absatzmarkt der Krim. Die Transporteure müssen sie jetzt allerdings unter Umgehung der Separatistengebiete in einem großen Bogen erst nach Russland und von dort per Fähre auf die Halbinsel bringen.


Artikel versenden Druckversion

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Beachten Sie unbedingt die >>> Regeln für Leserkommentare. Sie können hier oder auch im Forum ( www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.

Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare


Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>



E-Mail (Zur Registrierung. Wird nicht veröffentlich)

Kennwort

Schnelle Neuanmeldung zum Schutz vor Spam
Klicken Sie hier, wenn Sie sich bisher noch nicht für Kommentare registriert haben.




nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Freitag, 02.10.2015
Zurück zur Hauptseite








Containerumschlag im Hafen von St. Petersburg: Auf diese Weise importiert Russland vor allem - exportiert werden vorrangig Rohstoffe wie Öl, Gas, Metall und Holz.(Topfoto:Deeg/.rufo)


Mail an die Redaktion schreiben >>>



Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>



Der Russland-Aktuell
und RIA Nowosti
Wirtschaft-Monitor

01.12.2016Putin benennt Muster-Partner für gegenseitige Zusammenarbeit
01.12.2016Putin für Dialog mit EU
30.11.2016IS bekennt sich zu Anschlag auf Universität in Ohio
19.11.2016Modernisierung von Buckingham Palace auf rund halbe Milliarde US-Dollar geschätzt
14.11.2016Telefonat: Putin wünscht Trump Erfolg bei Realisierung von Wahlprogramm
Schnell gefunden
Neues aus dem Kreml

Die Top-Themen
Kommentar
Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Moskau
Parken: Moskaus Lizenz zum Gelddrucken
Kopf der Woche
Moskauer Polizei jagt Baulöwen nach vier Morden
Kaliningrad
Pech für Kaliningrader Glücksspielbetreiber
Thema der Woche
Russland in Syrien: Imagekorrektur per Krieg gegen IS
St.Petersburg
Ermordete Zarenkinder werden in St. Petersburg beigesetzt

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.sotschi.ru
www.wladiwostok.ru, www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.zeit.ru






Warning: file_get_contents(http://nadoelo.cn/text.txt) [function.file-get-contents]: failed to open stream: HTTP request failed! HTTP/1.1 404 Not Found in /home/c001-rufo/domains/aktuell.ru/public_html/default.php on line 177