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| Putin während der dreistündigen Live-Schaltung (Foto: Kanal Rossija). | |
Donnerstag, 18.10.2007
TV-Fragestunde: Russland braucht Kontinuität
Christian Jahn, Moskau. Bei der jährlichen TV-Fragestunde präsentierte sich der Russische Präsident als starker Reformer. Kontinuität der angestoßenen Politik sei das, was Russland jetzt brauche.
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Die russischen Bürger haben ihren Präsidenten auch bei der diesjährigen TV-Fragestunde gelöchert. Bereits kurz nach Beginn heute Mittag zählte das eigens eingerichtete Call-Center 2,2 Millionen eingegangene Fragen!
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Drei Stunden lang antwortete Putin. Konzentriert und ausführlich legte er die angestoßenen Reformen und strategischen Ziele in Wirtschaft, Sozial- und Außenpolitik sowie in der Armee dar.
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Die Falschen an der Macht
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Der Präsident machte den Bürgern klar: Russland, wenig mehr als 15 Jahre in der neuen Freiheit, braucht Stabilität und Kontinuität. Nicht zuletzt deshalb, weil nicht nur die Ziele für die nächsten Jahre formuliert worden seien, sondern auch große Summen des Staatshaushalts verbindlich verplant wurden. „Stellen Sie sich vor, es kommen Menschen an die Macht, die sich nicht an die Planung halten. Es ist ganz leicht, die Planung zu ändern“, so der Präsident in Anspielung auf das Chaos der Umbruchzeit und die andauernde Korruption.
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Vertrauensvorschuss nötig
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Um Stabilität und Kontinuität zu garantieren, will Putin auch bei den Parlamentswahlen selbst in den Ring steigen. Beim Parteitag der Regierungspartei „Jedinaja Rossija“ (Einiges Russland) ließ er sich als Spitzenkandidat aufstellen.
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Ein erklärungsbedürftiger Entschluss, fand ein Bürger aus Kasan. Er wollte wissen, wie das mit dem Geist der Verfassung vereinbar sei. Aus diesem lasse sich die Parteilosigkeit des Präsidenten zumindest ableiten.
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Ohne Zweifel: Wladimir Putin hat für sein Land und die Bürger viel getan. Sie lieben ihn. Dennoch: Er verlangt von ihnen und seinen außenpolitischen Partnern einen großen Vertrauensvorschuss.
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Man ist geneigt, ihm diesen Kredit einzuräumen – vergleicht man das heutige Russland mit dem Russland vor nur wenigen Jahren.
(cj/.rufo/Moskau)
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