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Der Hutträger, der die moderne Kunst umkrempelte: Das Werk von Joseph Beuys ist erstmals Gegenstand einer großen Ausstellung in Russland (Foto: Ronald Feldman Fine Arts/.rufo)
Der Hutträger, der die moderne Kunst umkrempelte: Das Werk von Joseph Beuys ist erstmals Gegenstand einer großen Ausstellung in Russland (Foto: Ronald Feldman Fine Arts/.rufo)
Montag, 10.09.2012

Deutschland zeigt erstmals Beuys en gros in Russland

Moskau. Zum ersten Mal erlebt Russland eine große Beuys-Ausstellung. Die Werkschau ist Teil des Deutschlandjahres in Moskau und soll den Blick auch darauf lenken, dass es politische Kunst dort traditionell nicht leicht hat.



Die erste große Werkschau des deutschen Künstlers Joseph Beuys (1921-1986) in Moskau ist aus Sicht des Berliner Kurators Eugen Blume ein Beitrag zur politischen Kunst in Russland. «Beuys war selbst ein politischer Künstler, wie auch sein 1978 veröffentlichtes Manifest "Aufbruch zur Alternative" zeigt. Wir zeigen in Moskau diesen gesellschaftskritischen Text in der Ausstellung», sagte der Kunstprofessor in einem Gespräch mit dpa.

Ausstellung für zwei Monate


Die vom Goethe-Institut unterstützte Schau «Joseph Beuys: Aufruf zur Alternative» ist vom 12. September bis 14. November im Moskauer Museum für Moderne Kunst zu sehen.

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«Die Besucher können sich umfassend mit Beuys vertraut machen.» Der Beuys-Experte von der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart in Berlin hat mehr als 500 Exponate für die Werkschau zusammengetragen. Zu sehen sind neben dem klassischen Filzmantel auch Videoarbeiten, raumfüllende Skulpturen und hunderte Bilder.

Beuys auch Wegbereiter für russische Künstler


Mit seiner Arbeit habe der Düsseldorfer Künstler nicht zuletzt viele russische Kollegen wie Oleg Kulik oder Ilja Kabakow beeinflusst. Zudem zeige die Ausstellung, wie sehr Beuys selbst von seiner «slawischen Erfahrung» im Zweiten Weltkrieg zehre. So erinnert Blume an das Schlüsselerlebnis von Beuys, der damals als Bordfunker einen Flugzeugabsturz auf der Halbinsel Krim überlebte.

Das Leben ist vergänglich wie eine Fettecke


Der 61-Jährige betonte, dass Beuys-Ausstellungen heute nur noch selten im Ausland zu sehen seien, weil die Kunstwerke oft nicht mehr «reisefähig» seien. «Den russischen Besuchern soll Beuys als Mensch gezeigt werden, der kein Ideologe war und Kunst nicht als feste Form verstanden hat, sondern das Leben als Prozess, als etwas, das immer wieder in ein Chaos zerfallen und sich neu entwickeln muss.»

Beuys' Leitsatz «Jeder Mensch ist ein Künstler!» sei dabei so zu übersetzen, dass jeder Mensch die Verantwortung für seine Form trage.

(Ulf Mauder, dpa)


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