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Zu den Meisterwerken der Schau gehört zweifellos "Der Tanz" von Henri Matisse. Foto: dpa
Zu den Meisterwerken der Schau gehört zweifellos "Der Tanz" von Henri Matisse. Foto: dpa
Samstag, 26.01.2008

Londoner Ausstellung „From Russia“ startet furios

London. Lange stand sie auf der Kippe, aber nun hat die Kunstausstellung „From Russia“ in der Londoner Royal Academy of Art endlich ihre Tore geöffnet. Der Andrang ist groß, die ersten Besucher sind begeistert.

Schon Stunden vor der Eröffnung standen die Londoner Schlange vor der berühmten Kunsthalle. Was sie schließlich zu sehen bekamen, sind nicht mehr und nicht weniger als 120 Meisterwerke der französischen und russischen Kunst aus den Jahren 1870-1925.

Die vier führenden russischen Kunstmuseen (Eremitage und Russisches Museum sowie Puschkin-Museum und Tretjakow-Galerie) haben für die umfangreiche Schau das Beste vom Besten geschickt: Matisse, Picasso, van Gogh, Cézanne, Kandinsky, Malewitsch, usw., usf.

Ein halbes Jahrhundert rasanter Kunstentwicklung

Das Ziel der Ausstellung ist es, einen Eindruck von der gegenseitigen kulturellen Bereicherung beider Länder in einer Zeit der großen europäischen Kunstexperimente zu vermitteln. Auf der Schau finden solche „Mammuts“ der russischen realistischen Schule wie Ilja Repin ebenso Platz wie das „Schwarze Quadrat“ des Avantgardisten Kasimir Malewitsch.

Viele der französischen Werke kamen dank der Moskauer Industriellen und Kunstsammler Morosow und Schtschukin in die russischen Museen. Auf diese Weise fanden viele frühe Arbeiten von Matisse oder Picasso sowie jede Menge impressionistischer und postimpressionistischer Bilder überhaupt nur den Weg nach Russland.

Um ein Haar wäre nichts daraus geworden

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Ihretwegen wäre die Ausstellung fast abgesagt worden. Bekanntlich gingen nach der Revolution von 1917 die großen Privatkunstsammlungen in Russland in Staatsbesitz über. Nachfahren von Schtschukin und Morosow hatten angekündigt, die betreffenden Bilder in London verhaften zu lassen, um ihre Ersatzansprüche gegen den russischen Staat geltend zu machen.

Zu ihnen gesellten sich mehrere britische Unternehmen, bei denen russische Firmen in der Kreide stehen. Aus Angst, die wertvollen Kunstgegenstände könnten in England konfisziert werden, weigerten sich die russischen Museen zunächst, die Bilder zu der Ausstellung zu schicken.

London gibt Rückgabegarantie

Um einen Eklat zu vermeiden, forcierte die britische Regierung die Annahme eines Gesetzes, welches die Konfiszierung von Kunstgegenständen verbietet. Nachdem es am 31. Dezember vorzeitig in Kraft trat, stand der lange erwarteten Ausstellung nichts mehr im Wege. Sie ist übrigens mit einer Milliarde Pfund versichert.

In London ist die Schau „From Russia“ noch bis zum 18. April zu sehen. Bis zum 6. Februar sind erst einmal alle Eintrittskarten ausverkauft. Zuvor war die Schau unter dem Namen „Bonjour Russland!“ im Düsseldorfer Museum Kunst Palast zu sehen gewesen, wo sie seit Ausstellungsschluss am 6. Januar auf die Weiterreise nach London gewartet hatte. Mit mehr als 200.000 Besuchern war sie am Rhein ein Riesenerfolg gewesen.



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