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| Manchmal helfen gute Beziehungen nach ganz oben auch im Kulturbetrieb: Filmregissuer Nikita Michalko (Foto: Djatschkow/.rufo) | |
Dienstag, 03.02.2009
Machtkampf im Verband der Filmschaffenden Russlands
Moskau. Der Machtkampf um Regie und Richtung im Verband der russischen Film-Regisseure geht weiter. Regisseur Michalkow kündigt an, bis zum 1.April einen neuen Verbandstag einzuberufen. Im Dezember war Michalkow abgewählt worden.
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Das Justizministerium habe sich geweigert, die Entscheidungen des letzten Verbandstages der Filmschaffenden vom 18. und 19. Dezember zu registrieren. Dadurch werde, so erklärt Nikita Michalkow heute, eine neue Versammlung zwingend notwendig.
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Er werde zu der Verbandsversammlung nicht nur Delegierte einladen, sondern alle Mitglieder, versichert Michalkow.
Auf der skandalumwitterten Tagung im Dezember war Nikita Michalkow, der seit Jahren die Zügel in der russischen Filmindustrie in der Hand hält, nicht mehr gewählt worden. Neuer Vorsitzender wurde der altangesehene Regisseur Marlen Chuzijew, der aber nur ein sehr verschwommenes Konzept seiner Arbeit vorlegen konnte.
Michalkow hatte auf schwere Verfahrensfehler bei der Organisation der Versammlung verwiesen. Auch sei durch die Delegierten nur eine kleine Minderheit der Filmschaffenden vertreten.
Oskar-Preisträger Nikita Michalkow hält seit über einem Jahrzehnt die Kommandohöhen der russischen Filmwelt und des Kulturbetriebes besetzt, ist aber trotz seiner Talente und trotz seines internationalen Renomees unter Kollegen umstritten.
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Besonders werden Michalkow seine gross-russischen Positionen und die guten dynastischen Beziehungen zum Kreml und persönlich zu Putin vorgeworfen. Michalkows Vater Sergej Michalkow ist Dichter der letzten drei Nationalhymnen. Die Kritik an Michalkow war aber bisher im Verband nicht mehrheitsfähig.
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