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Dienstag, 02.02.2010

Russland Geschichte: Friedensvertrag Estland-Russland

Moskau. Am 2. Februar 1885 (alten Stils) wurde der spätere sowjetische Militärkommissar Michail Frunse geboren. Am 2. Februar 1920 unterzeichneten Vertreter Estlands und der SU einen Friedensvertrag. Am 2. Februar 1943 war die Schlacht um Stalingrad für Hitlers Wehrmacht endgültig verloren.

Michail Frunse hatte sich schon früh Lenin und seinen Bolschewiki angeschlossen und war einer der führenden Köpfe der Streikbewegung 1905. Nach der Niederschlagung der Revolution 1905/06 wurde Frunse verhaftet und zum Tode verurteilt, später begnadigt und nach Sibirien verbannt. Dort gelang ihm schließlich die Flucht.

Während der Februarrevolution 1917 war Frunse Anführer der Bolschewiki in Minsk und nach dem Beginn der Oktoberrevolution eroberte er mit 2.000 Kämpfern Moskau. Im Jahr 1921 wurde Frunse in das Zentralkomitee gewählt und 1925, kurz vor seinem Tod, zum Oberbefehlshaber der Roten Armee ernannt.

Friedensvertrag Estland – SU

Am Geburtstag Frunses, am 2. Februar 1920 wurde in Tartu (Estland) der Friedensvertrag zwischen Estland und Russland unterzeichnet. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit (1918) hatte Estland im darauf folgenden nationalen Freiheitskrieg – mit Hilfe deutscher Freikorps wie der Brigade Erhard - gegen die Bolschewiki gekämpft. Im Vertrag vom 2. Februar 1920 wurde von russischer Seite die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit Estlands anerkannt und vereinbart, in Zukunft diplomatische Beziehungen aufzunehmen.

Sowjetarmee siegt endgültig in Stalingrad


Nachdem am 31. Januar 1943 die Kämpfe im Südkessel der Stadt eingestellt worden waren, ergab sich am 2. Februar im Norden der Stadt Generalfeldmarschall Paulus mit seiner Armee angesichts der auswegslosen Lage. Sie gingen trotz des Verbots Hitlers in die russische Gefangenschaft. Hitler hatte Paulus befohlen, bis zum letzten Mann zu kämpfen. In der Schlacht von Stalingrad starben über eine Million Menschen.

(jst/.rufo)


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