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Sonntag, 25.06.2017

Russland Geschichte: Tichon erkennt Sowjetmacht an

St. Petersburg. Am 25. Juni 1923 wurde Patriarch Tichon aus der Haft entlassen. Zuvor hatte er die Legitimität der Sowjetmacht anerkannt. In einem „Reueschreiben“ an das Oberste Gericht bekannte er: „Von jetzt an bin ich der Sowjetmacht nicht mehr Feind.“

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Nach der Oktoberrevolution von 1917 war ein Konflikt zwischen der atheistisch ausgerichteten neuen Staatsmacht und der Russisch-orthodoxen Kirche vorprogrammiert.

Die antireligiösen Kampagnen der Bolschewiki (u. a. Beschlagnahme von Gebäuden und Klöstern, Konfiszierung von Eigentum) veranlassten das Kirchenoberhaupt bereits im Januar 1918 zu einem Schreiben, das als „Bannfluch der Sowjetmacht“ in die Geschichte einging.

Obwohl dort von „einzelnen Wahnsinnigen“, die die Kirche Verfolgungen aussetzten, die Rede war, ließ die harte Reaktion der Bolschewiki nicht lange auf sich warten. Mit kurzen Unterbrechungen war Tichon fast fünf Jahre lang seiner Freiheit beraubt.

Mit seiner letztendlichen Anerkennung der Sowjetmacht machte er die Weiterexistenz der orthodoxen Kirche auch unter atheistischen Machthabern möglich und sicherte ihr einen (wenn auch eingeschränkten) Aktionsradius.

(sb/.rufo)



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Stoll 25.06.2012 - 01:17

Die antireligiösen Kampagnen der Bolschewiki werden hier so richtig verharmlosend mit Beschlagnahme und Konfiszierung kirchlichen Eigentums beschrieben. Wenn es das nur gewesen wäre, dann wäre ein kirchlicher Bannfluch niemals ausgesprochen worden. Doch die Kommunisten haben tausende Mönche, kirchliche Mitarbeiter, Bischöfe, ihre Familien und Verwandten gefoltert, ermordet, eingekerkert in Arbeitslager und in die Verbannung geschickt. Warum schreibt man das nicht hier in ru.aktuell, wenn es doch der Wahrheit entspricht. Russland wurde 1917 von einer Mörderbande von innen heraus zerstört. Der historische \" Witz \" ist, dass deutsches Geld diese Revolution erst ermöglichte. Ein Staat und das hat die Geschichte immer erwiesen, der auf Mord und Totschlag, Verbannung, Unterdrückung und Einkerkerung Andersdenkender beruht, hat keine Zukunft. Egal ob 40, 50 oder 70 Jahre solch eine Herrschaft andauert. Sie wird durch das eigene Volk selbst beendet. Chauchescus Tod war zwangsläufig, weil das rumänische Volk die Lügen satt hatte und die Wut unendlich groß war. Dessen Ende hat einigen Diktatoren einen Schauer über den Rücken gejagt, wenn sie es auch nie zugeben würden. Es ist nicht eine Frage ob Diktatoren einmal gestürzt werden, sondern wann es passiert. Da hilft dann auch keine noch so gut ausgerüstete Armee oder Polizei. Denn jede blutige Tat gegen das eigene Volk, steigert nur noch dessen Willen und Kraft zum Sturz eines Despoten.


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