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Donnerstag, 31.08.2017

Russland Geschichte: Zwetajewa begeht Selbstmord

St. Petersburg. Am 31. August 1941 nahm sich die berühmte russische Dichterin Marina Zwetajewa das Leben. Nach zehn Jahren Emigration in die Sowjetunion zurückgekehrt, erfüllten sich ihre Hoffnungen auf einen Neuanfang nicht.

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Zwetajewa hatte seit 1922 im Ausland gelebt, weil sie die neue Macht nicht anerkennen konnte. Ständig am Rande bitterster Armut, lebte sie zuerst in Berlin, dann mit ihrer Familie in Prag und schließlich bei Paris. Von Heimweh gequält, nimmt sie 1939 die sowjetische Staatsbürgerschaft an und kehrt mit Mann und Tochter nach Moskau zurück.

Die Heimat empfing sie, entgegen ihrer Erwartungen, nicht mit offenen Armen. Ihr Mann Sergej Efron und ihre Tochter wurden verhaftet, ihre Schwester saß im Lager.

Zwetajewa lebte allein in Moskau und schlug sich mit Übersetzungen durch. Nach Kriegsbeginn wurde sie nach Jelabuga evakuiert, wo sie ihren seelischen Qualen am 1. August 1941 ein Ende setzte.

(sb/.rufo)



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