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Wladimir Markin, Pressesprecher des Ermittlungskomitees, hofft auf neue Erkenntnisse bei den Journalistenmorden (Foto: TV)
Wladimir Markin, Pressesprecher des Ermittlungskomitees, hofft auf neue Erkenntnisse bei den Journalistenmorden (Foto: TV)
Donnerstag, 30.09.2010

Ermittler rollen alte Journalistenmorde neu auf

Moskau. Das Ermittlungskomitee der Generalstaatsanwaltschaft rollt fünf Journalistenmorde neu auf. Die Fälle sind fünf bis neun Jahre alt und wurden zeitweise schon zu den Akten gelegt. Nun gebe es neue Infos, heißt es.

Über die Wiederaufnahme der Verfahren berichtete der Pressesprecher des Ermittlungskomitees Wladimir Markin. Die Entscheidung sei nach einem Treffen mit Vertretern des Komitees zum Schutz von Journalisten getroffen worden, bei der neue Informationen aufgetaucht seien, erklärte Markin.

Tötungen liegen bereits mehrere Jahre zurück


Im Einzelnen handelt es sich um Ermittlungen in drei Mordfällen und zwei Fällen mit schwerer Körperverletzung mit Todesfolge.

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Der erste Fall ereignete sich 2001 im Ural-Gebiet Swerdlowsk. Opfer wurde der Chefredakteur der Zeitung „Nowy Reft“ Eduard Markewitsch. Ein Killer schoss dem Journalisten in den Rücken. Markewitsch galt als Skandalautor, der aber auch die lokale und regionale Obrigkeit kritisierte. Kurz vor seinem Tod hatte er Drohanrufe bekommen.

Zwei Chefredakteure einer Zeitung ermordet


Schwer traf es auch die Zeitung „Togliattinskoje Obosrenje“, die gleich zwei Chefredakteure verlor. Zuerst wurde 2002 Waleri Iwanow vor seinem Haus erschossen, eineinhalb Jahre später wurden sein Nachfolger Alexej Sidorow erstochen.

Während die Staatsanwaltschaft bei Iwanow sofort von einem Auftragsmord ausging – Iwanow hatte mehrfach über organisierte Kriminalität geschrieben – wurde der Mord an Sidorow zunächst als gewöhnliches Verbrechen eingestuft. Der gefasste Verdächtige widerrief allerdings nach einiger Zeit sein Geständnis.

Brutale Überfälle mit Todesfolge


2002 starb zudem die Wirtschaftsjournalistin Natalja Skryl aus Rostow-am-Don. Die junge Frau hatte Informationen über den Machtkampf beim lokalen Metallurgiebetrieb Tagmet gesammelt und hatte ihren Kollegen gesagt, dass sie in Kürze ein wichtiges Material dazu veröffentlichen wolle. Auf dem Heimweg wurde sie von Unbekannten mehrfach auf den Kopf geschlagen. Sie verstarb an den erlittenen Verletzungen.

Letztes Opfer in der Reihe war der Korrespondent der Tulaer Zeitung „Molodoi Kommunar“ Wagif Kotschetkow. Er wurde ebenfalls auf dem Heimweg überfallen. Die Täter schlugen ihn im Dezember 2005 zusammen und nahmen ihm die Geldbörse ab. Kotschetkow wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Nach einer kurzzeitigen Besserung verschlechterte sich dort sein Zustand und er starb im Januar 2006 im Stadtkrankenhaus bei einer Operation.



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Kaiser Karl IV 19.10.2010 - 00:37

EIN hoffnungszeichen?

Daß die Generalstaatsanwaltschaft die Fälle wieder aufrollt bzw. aufrollen \"darf\" ist doch ein Hoff=
nungsschimmer!
Wir haben in D. dagegen ein sehr neagtives Ereignis: der angebliche Selbstmord der Jugendrichterin Heisig in Berlin darf bisher nicht aufgeklärt werden, einem investigativen Jiournalisten namens Gerhard Wiesnewski wurde sogar vom Amtsge=
richt in Berlin Akteneinsicht verweigert!


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