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| Altai steht stolz auf diesem Kino in Barnaul, der Hauptstadt des Gebiets Altai (Foto: Archiv/.rufo) | |
Freitag, 11.12.2009
Lage der Regionalmedien in Russland - Teil VI, Altai
Barnaul. Sibirien ist weit, die Grenzen der Pressefreiheit jedoch nicht überall. Reporter ohne Grenzen hat die Lage im Gebiet Altai untersucht und zahlreiche Probleme gefunden.
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Die Region Altai liegt im Süden Sibiriens an der Grenze zu Kasachstan. Die Region ist wirtschaftlich schwach, sie verfügt über keine Bodenschätze oder Industrie sondern ist von der Landwirtschaft geprägt.
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Politischer Machtkampf spaltet die Medienszene Die Medienlandschaft wird seit Jahren von dem Machtkampf zwischen Gouverneur Alexander Karlin und dem regionalen Oligarchen Anatoli Bannych geprägt. Beide Seiten nutzen ihre Medienimperien, um für Unterstützung für ihre politischen Positionen zu werben oder um dem politischen Gegner mit negativer Berichterstattung zu schaden.
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Professionelle Standards wie Unabhängigkeit, Neutralität und Ausgewogenheit bleiben dabei meist auf der Strecke. Radio und Fernsehen sind ebenfalls unter Karlin und Bannych „aufgeteilt“, einzig das Regionalstudio des russischen Staatsfernsehens versucht, seine Neutralität zu bewahren.
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Kein Internet, aber interregionales Verlagshaus Das Internet spielt als Informationsmedium in dem ländlich geprägten Gebiet nur eine geringe Rolle. Im ländlichen Raum des Gebiets gibt es auf Kreisebene kaum Meinungspluralismus: Wichtigste und oft einzige lokale Informationsquelle sind die Kreis- oder Stadtzeitungen, die größtenteils staatlich finanziert werden.
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Gleichzeitig ist in der Region Altai mit „Altapress“ ein in ganz Russland für seinen Erfolg bekannter privater Verlag zu Hause: Verlagschef Juri Purgin „Altapress“ gibt 13 Zeitungen und Zeitschriften heraus, verfügt über eine eigene Radiostation, ein Internet-Portal, eine eigene Druckerei und ein eigenes Kiosknetz. Bei „Altapress“ erscheint in einer Auflage von 23.000 die unabhängige und qualitativ hochwertige Wochenzeitung "Swobodny Kurs", außerdem gehört zum Verlagshaus der Info-Sender »Radio 22«.
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Trotz seines kritischen Journalismus hat „Altapress“ bisher keine ernsthaften Probleme mit der Staatsmacht gehabt, kämpft jedoch mit den üblichen Problemen: Um unliebsamen Journalisten die Arbeit zu erschweren, weigern sich staatliche Stellen häufig, diese zu Pressekonferenzen oder Regierungssitzungen zuzulassen.
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Gewalt gegen Journalisten Der gewalttätigste Überfall auf einen Journalisten in den letzten Jahren war der Angriff auf den Chefredakteur der gouverneurskritischen Internet-Agentur „Bankfax“.
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Waleri Sawinkow wurde am 31. Januar 2008 von Unbekannten am helllichten Tag im Stadtzentrum überfallen und mit einem Baseballschläger derart auf den Kopf geschlagen dass er das Bewusstsein verlor und längere Zeit mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus lag. Der Täter wurde nie gefasst.
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Zum vollständigen Bericht bei Reporter ohne Grenzen geht es hier
Lesen Sie in der nächsten Folge über die Lage in der Pazifikregion Primorje mit der Hauptstadt Wladiwostok.
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