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Der Skandal um Olga Romanowa ist für Ren-TV noch längst nicht ausgesessen (Foto: www.grani.ru)
Der Skandal um Olga Romanowa ist für Ren-TV noch längst nicht ausgesessen (Foto: www.grani.ru)
Dienstag, 06.12.2005

Zensur: Journalisten kündigen bei Ren-TV

Moskau. Aus Protest gegen die Zensur bei dem russischen TV-Sender Ren-TV haben eine Reihe von Journalisten die Kündigung eingereicht. Ex-Moderatorin Olga Romanowa will den Ren-TV Großaktionär RTL verklagen.

Außer Romanowa kündigten auch die Chefredakteurin der Nachrichtenredaktion Jelena Fjodorowa und eine Reihe anderer Mitarbeiter. Der Konflikt, der mit dem Auftrittsverbot für die Nachrichtenmoderatorin Romanowa begann, hat sich damit noch einmal zugespitzt.

Weitere Mitarbeit bei Ren-TV absolut unmöglich

Die ehemalige Nachrichtenchefin Fjodorowa kritisierte in dem Kündigungs-Schreiben, in der Redaktion sei eine “totale Kontrolle” eingeführt worden. Am Wochenende sei erneut die Ausstrahlung eines Beitrags verboten worden in dem über die Präsidentschaftswahlen in der GUS-Republik Kasachstan berichtet wurde.

Bei Russland-Aktuell
• Moderatorin mit Maulkorb verklagt Ren-TV (28.11.2005)
• RTL steigt in den russischen TV-Markt ein (6.7.2005)
“Ich halte es in der gegenwärtigen Situation für absolut unmöglich, weiter in unserem Unternehmen zu arbeiten”, sagte sie dem Radiosender Liberty. Das Kommando bei Ren-TV hätten Personen übernommen, die “nichts von Nachrichten verstehen und niemals beim Fernsehen gearbeitet haben”, so Fjodorowa.

Ende November hatte das Auftrittsverbot für Olga Romanowa zu einem Eklat geführt. Die Nachrichtenmoderatorin hatte sich zuvor ebenfalls über die Zensur bei dem einst liberalsten russischen TV-Sender beschwert. Der neue Ren-TV-Direktor Alexander Ordschonikidse hatte Romanowa versprochen, sie könne mit einer neuen Sendung wieder auf den Bildschirm zurückkehren. Das abrupte Auftrittsverbot hatte Ordschonikidse damit begründet, die Einschaltquoten von Romanowas Nachrichtensendung “24” seien zu niedrig.

Eine ungeschickte Form von Anbiederung beim Kreml

Nach Ansicht der Betroffenen Journalisten handelt es sich bei der Rückkehr zur Zensur in dem Sender jedoch nicht um die Umsetzung von Befehlen aus dem Kreml. Die neuen Topmanager versuchten vielmehr, sich mit den ungeschickten Maßnahmen bei der russischen Führung anzubiedern.

Ren-TV kann landesweit nur von weniger als fünf Prozent der russischen Haushalte empfangen werden, wagte sich aber bis zuletzt immer wieder auch an Themen heran, die in den vom Staat kontrollierten Sendern mit einem Tabu belegt sind. Der Sender hatte im Sommer den Eigentümer gewechselt. Jeweils 35 Prozent der Aktien gehören derzeit dem Ölunternehmen Surgutneftegas und dem Stahlkonzern Sewerstal, die restlichen 30 Prozent der RTL Group.

Romanowa hatte kritisiert, dass RTL nicht auf die “rechtswidrigen Handlungen” des Managements reagiert habe. Die Journalistin hat nach eigenen Angaben inzwischen einen deutschen Anwalt eingeschaltet, um gegen ihren Ex-Arbeitgeber vorzugehen.

(epd/kp)


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