Ex-Zentralbankchef Russlands und der UdSSR. Letzter Aufsichtsratsvorsitzender von Yukos.
Zitat: „Heute müssen Sie Ihr Geld in einer Bank aufbewahren, dürfen jedoch nicht einer einzigen vertrauen!“
Geboren: 21.12.1937 in Leningrad.
Laufbahn: Absolvent des Moskauer Finanzinstituts. Vom Buchhalter der Staatsbank der UdSSR zum Direktor der Moskauer Nationalbank. In Libanon, Deutschland und Singapur als Vertreter der sowjetischen Außenhandelsbank. Chef der Staatsbank der UdSSR und Russlands. Parlamentsabgeordneter von Rodina. Präsidentschaftskandidat 2004. Aufsichtsratsvorsitzender beim (inzwischen bankrotten) Ölkonzern Yukos. Mitglied der Opposition „Anderes Russland“.
Freunde:Sergej Glasjew. Arnold Woikulow (Stellvertreter Geraschtschenkos als Zentralbankchef).
Skandale: Am 11. Oktober 1994 verursachte Geraschtschenko den „Schwarzen Dienstag“ auf dem Moskauer Devisenmarkt. Der Rubelkurs fiel im Laufe eines Tages gegenüber dem Dollar um 27%. Am nächsten Tag kaufte die Regierung massiv Rubel auf und stellte den ursprünglichen Kurs wieder her. Geraschtschenko wurde anschließend der Wechselkursspekulation beschuldigt und musste zurücktreten.
Familie: Verheiratet, zwei Kinder (ein Sohn, eine Tochter).
Hobbys: Billard. Erholt sich gern auf seiner Moskauer Vorort-Datscha. Schaut Kinoklassiker.
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)