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Michail Saakaschwili ist seit 2004 Präsident Georgiens
Michail Saakaschwili ist seit 2004 Präsident Georgiens

Michail Nikolosowitsch Saakaschwili

Präsident Georgiens

Zitat: „Ich bin froh am 21. Dezember geboren zu sein, dem Geburtstag Stalins.“
Geboren: 21. Dezember 1967 in Tiflis
Laufbahn: Jurist. Arbeitete am Institut für Menschenrechte in Oslo und in einer New Yorker Kanzlei. Abgeordneter im georgischen Parlament. Fraktionschef der regierenden „Bürgerunion“. Justizminister. Oppositionsführer. Nach der „Rosenrevolution“ im Januar 2004 mit über 90 Prozent der Stimmen zum Präsident gewählt. 2008 wiedergewählt
Freunde: Lech Kaczynski, Viktor Juschtschenko Nino Burdschanadse. Bis zu dessen Tod galt Surab Schwania als Verbündeter.
Feinde: Dmitri Medwedew. Wladimir Putin. Sergej Lawrow. Eduard Schewardnadse. Igor Georgadse (Ex-Geheimdientschef Georgiens). Aslan Abaschidse (Präsident der georgischen Teilrepublik Adscharien)
Skandale: Angriff auf die Teilrepublik Südossetien. Die Militäroffensive weitet sich nach dem Einschreiten Russlands in einen bewaffneten Konflikt mit Moskau aus, den Tiflis verliert.
Familie: Verheiratet mit einer Niederländerin, zwei Söhne.
Hobbies: Frauen und schnelle Autos.


Laufbahn:



August 2008: Nach dem Einmarsch georgischer Truppen in der abtrünnigen Teilrepublik Südossetien kommt es zum Kaukasus-Krieg zwischen Russland und Georgien. Georgien verliert und muss alle Positionen in Südossetien und Abchasien räumen, Moskau erkennt die Unabhängigkeit der beiden Republiken an und stationiert Soldaten in der Region.

Januar 2008: Saakaschwili gewinnt die Präsidentenwahlen im ersten Durchgang mit 52,5 Prozent der Stimmen. Sein nächster Herausforderer Gatschetschiladse erhält 28,5 Prozent der Stimmen.

November 2007: Ein Aufstand gegen Saakaschwili wird von Sicherheitskräften brutal aufgelöst. Saakaschwili selbst kündigt vorgezogene Neuwahlen an.

2007: geht Saakaschwilis langjähriger Verbündeter Irakli Okruaschwili in die Opposition. Der Ex-Verteidigungsminister, der als „Falke“ der georgischen Außenpolitik galt, beschuldigt Saakaschwili, den Mord am Geschäftsmann Badri Patarkazischwili in Auftrag gegeben zu haben. Daraufhin wird Okruaschwili wegen Betrugs, Geldwäsche und Amtsanmaßung festgenommen.

2006: Russland verhängt ein Weinembargo gegen Georgien; nach der Verhaftung von zwei russischen Geheimagenten in Georgien sogar eine vollständige Blockade.

Februar 2005: Regierungschef Schwania stirbt unter mysteriösen Umständen an einer Gasvergiftung in seiner Wohnung. Es gibt Gerüchte, dass Saakaschwili daran beteiligt war.

Mai 2004: Saakaschwili gelingt es die Kontrolle über die bis dahin weitgehend autonome Teilrepublik Adscharien zu erringen. Der adscharische Präsident Aslan Abaschidse flieht nach Moskau.

Januar 2004: Saakaschwili wird mit 95 Prozent der Stimmen zum Präsidenten von Georgien gewählt. Das Triumvirat der Rosenrevolution teilt die Macht unter sich auf – Saakaschwili wird Präsident, Schwania Regierungschef und Burdschanadse Parlamentspräsidentin.

Herbst 2003: Zusammen mit Surab Schwania und Nino Burdschanadse stürzt Saakaschwili Präsident Schewardnadse nach gefälschten Wahlen. Die so genannte „Rosenrevolution“ bringt Saakaschwili an die Macht.

2002: gründet Saakaschwili seine eigene Partei, die „Nationale Bewegung“. Zugleich leitet er bis 2003 das Stadtparlament von Tiflis.

September 2001: Rücktritt. Er beschuldigt Präsident Eduard Schewardnadse und zahlreiche Regierungsmitglieder der Korruption.

Oktober 2000: Ernennung zum Justizminister.

1998: Fraktionschef der Partei „Bund der georgischen Bürger“.

1996: Vorsitzender des parlamentarischen Ausschusses für Rechts- und Verfassungsfragen.

1995 – 2000: Nach seiner Rückkehr aus Amerika wird Saakaschwili ins georgische Parlament gewählt. Er ist Abgeordneter der Partei „Bund der georgischen Bürger“ von Surab Schwania

1995: Verteidigung seiner Dissertation an der George Washington Universität.

1993 – 1995: Saakaschwili besucht Kurse des Internationalen Instituts für Menschenrechte in Straßburg, an der Florentiner Akademie des Rechts und an der Akademie für Internationales Recht in Den Haag. Daneben arbeitet er am Institut für Menschenrechte in Oslo

1993: Saakaschwili arbeitet als Jurist im staatlichen georgischen Komitee für Menschenrechte. Ende des Jahres erhält er ein Stipendium für die Coumbia-Uni in New York. Abschluss mit Magister des Rechts.

1992: kann er sein Studium doch noch erfolgreich abschließen. Die Fakultät für internationales Recht am Kiewer Institut für internationale Beziehungen schließt er mit Auszeichnung ab.

1989 – 1990: Wehrdienst bei den Grenztruppen der Sowjetunion.

1988: muss Saakaschwili sein Studium unterbrechen. Wegen Verbreitung von Dissidentenliteratur wird er aus dem Komsomol ausgeschlossen.

1984: Abschluss der Mittelschule in Tiflis mit einer goldenen Medaille (für gutes Lernen)

Freunde und Team:



Polens Präsident Lech Kaczynski und der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko. Juschtschenko ist auch Taufpate seines Sohnes Nikolos.

Seine ehemalige Weggefährtin Nino Burdschanadse geht mehr und mehr auf Distanz zu Saakaschwili.

Feinde:



Die gesamte russische Führungsspitze um Putin und Medwedew und Lawrow.

Ex-Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili, Ex-Premier Grigol Mlagobischwili. Ex-Präsident Eduard Schewardnadse und der frühere Geheimdienstchef von Georgien, Igor Georgadse.

Skandale:



Angriff auf die Teilrepublik Südossetien. Die Militäroffensive weitet sich nach dem Einschreiten Russlands in einen bewaffneten Konflikt mit Moskau aus, den Tiflis verliert.

Die blutige Niederschlagung der Proteste gegen sein Regime ramponiert sein Image als Demokrat erheblich. Bei der Opposition gilt er freilich seit jeher als autokratisch und willkürlich.

Ende 2008 schlägt er seinem Premierminister Mlagobischwili ins Gesicht. Der reicht daraufhin seinen Abschied ein.

„Don“ Saakaschwili werden zahlreiche Frauengeschichten nachgesagt. Seine Ehe stand wegen der Affären wohl schon öfter auf der Kippe.

Familie und Eltern:



Ist verheiratet mit der Niederländerin Sandra Rulofs, einer ehemaligen Mitarbeiterin vom Roten Kreuz. Zusammen haben sie zwei Söhne, Eduard (Jahrgang 1995) und Nikolos (2005)

Saakaschwilis Vater, Nikolos Saakaschwili, war ein bekannter Arzt in Georgien. Kurz nach der Geburt von Michail Saakaschwili verließ er die Familie. Aufgezogen wurde der georgische Präsident von seiner Mutter Giuli Alasanija, einer Geschichtsprofessorin, und seinem Onkel mütterlicherseits Temur Alasanija – Diplomat bei der UN.

Hobbies und Charakter:



Frauen und schnelle Autos.

Kompromisslos, neigt dabei zu autoritärem und selbstherrlichen Führungsstil. Fällt Entscheidungen oft spontan, mitunter willkürlich.

Zitate:



„Nur mit alten Freunden, insbesondere Russland, kann man Georgien wieder auf die Beine stellen.“


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