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Jakowlew hatte sich Mitte der 90er Jahre gegen seinen Ziehvater Sobtschak und Putin gestellt und wurde Bürgermeister von Petersburg (Foto: Echo Moskaus)
Jakowlew hatte sich Mitte der 90er Jahre gegen seinen Ziehvater Sobtschak und Putin gestellt und wurde Bürgermeister von Petersburg (Foto: Echo Moskaus)
Aktualisiert 29.10.2010 10:38

Wladimir Anatoljewitsch Jakowlew

Präsident der russischen Verbandes für Bauwesen. Ex-Gouverneur. Ex-Minister.

Zitat: „Vor uns liegt eine große Arbeit.“

Geboren: 25. November 1944 in der Stadt Olekminsk in Jakutien.

Laufbahn: Absolvierte das Nordwest-Polytechnik-Institut für Fernstudium im Fach „Kapitales Bauwesen und Rekonstruktion“. War jahrzehntelang als Ingenieur und Verwaltungsleiter auf dem Gebiet der Stadtsanierung tätig. Vom 2. Juni 1996 bis 16. Juni 2003 Gouverneur von St. Petersburg. Dann als Vize-Premier für das Kommunale Wohnungswesen zuständig. Ende 2003 Generalgouverneur Südwestrusslands. Von 2004 - 2007 Minister für Regionale Entwicklung, Kommunalen Wohnungsbau und Nationalitäten. Präsident des russischen Verbandes für Bauwesen

Freunde: Sind unter den vielen Feinden nicht sonderlich auszumachen; unter einem Teil der Petersburger ist er laut Umfragen aber nach wie vor recht beliebt. Anna Markowa war zu Petersburger Zeiten seine Vertraute. Alexander Beglow.

Feinde: In letzter Zeit scheint sich ganz Moskau und halb Petersburg gegen ihn verschworen zu haben. Seine Hauptfeinde sind wohl die Witwe Anatoli Sobtschaks, Ex-Präsident Wladimir Putin und die Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko

Skandale: Der Antritt gegen Anatoli Sobtschak bei der Gouverneurswahl 1996. Jakowlew war vorher Stellvertreter Sobtschaks (genauso wie Putin) und beging dann „Verrat wie ein Judas“ (Zitat Putin)

Familie: Verheiratet, ein Sohn (Igor, geb. 1970)und eine Enkelin (Alexandra, geb.1999).

Hobbys: Sport, besonders Radfahren und Basketball.

Rauchen gehört zu den Lastern Jakowlews. (Foto: spb300com
Rauchen gehört zu den Lastern Jakowlews. (Foto: spb300com
Laufbahn:

April 2009: Auf der Generalversammlung des russischen Bauverbandes wird Jakowlew zum Verbandsvorsitzenden gewählt. Tatsächlich hat Jakowlew einen reichen Erfahrungsschatz im Bauwesen.

September 2007: Nach dem Rücktritt von Premier Michail Fradkow muss auch Jakowlew gehen. In der neuen Regierung unter Viktor Subkow findet sich kein Platz für ihn. Jakowlew wird in die so genannte Kaderreserve abgeschoben.

13. September 2004: Nach der Geiselnahme von Beslan als Generalgouverneur abberufen. Bekommt den neu geschaffenen Posten des Nationalitätenministers.

9. März 2004: Abberufung aus der russischen Regierung. Ernennung zum Generalgouverneur Südwestrusslands

16. Juni 2003: Präsident Wladimir Putin ernennt Jakowlew zum Vizepremier seiner Regierung und überträgt ihm die Verantwortung für die marode russische Wohnungswirtschaft, das Bauwesen, Stadtentwicklung und Verkehr. Durch diese Beförderung ist er gezwungen, den Gouverneurs-Sessel in Petersburg zu räumen, auf dem ihn die maßgeblichen politischen Kräfte in Moskau schon lange nicht mehr sehen wollten.

2001: Wird Vorsitzender des Komitees für Wirtschaftspolitik im Föderationsrat.


2000: Bekommt gleich im ersten Wahlgang 72 Prozent der Wählerstimmen und wird erneut Gouverneur.

1996: Jakowlew tritt bei der Gouverneurswahl gegen Anatoli Sobtschak an, in dessen Regierung er arbeitet. Entgegen aller Erwartungen gewinnt er die Wahl, wenn auch sehr knapp (47,5 Prozent, Sobtschak bekommt 45,8 Prozent).

1993: Er tritt in Sobtschaks Regierung als dessen Vize ein und wird zum Leiter des Komitees für die Stadtwirtschaft.

Als ausgebildeter Bauingenieur arbeitete Jakowlew jahrzehntelang in Leningrad auf den Gebieten Wohnungsbau und Stadtsanierung.


Freunde und Team:

Zu seinen Vertrauten aus Petersburger Zeiten gehört Anna Markowa. Mit dem stellvertretenden Leiter der Präsidialadministration Alexander Beglow studierte Jakowlew an einem Institut.


Feinde:


Als Jakowlew 1996 gegen Anatoli Sobtschak ins Rennen zog, konnte er nicht ahnen, dass Wladimir Putin, damals ebenfalls Vizebürgermeister von St. Petersburg, zum mächtigsten Manne Russlands aufsteigen und ihm den „Verrat“ an Sobtschak heimzahlen würde. Mit einem Feind dieses Kalibers (Putin hatte ihn gar öffentlich als „Judas“ bezeichnet) ist es fast ein Wunder, dass er sich sieben Jahre an der Spitze des Smolny halten konnte. Dort wurde er dann von Valentina Matwijenko beerbt.


Familie und Eltern:


Zur Hälfte ist er ein ingermanländischer Finne. Deshalb wurde er auch im fernen Jakutien geboren, wohin seine Mutter 1942 verschickt worden war. Seine Frau Irina ist ausgebildete Restauratorin von Baudenkmälern; heute leitet sie eine Firma, die Bankkongresse organisiert.

Der Sohn Igor (geb. 1970) absolvierte die Aspirantur am Finanz- und Wirtschaftsinstitut, ist verheiratet und hat eine Tochter (geb. 1999).


Hobbys, Charakter:


Macht sich stark für den Sport in Stadt und Land. War Präsident des Basketball-Clubs „Spartak“ und der Petersburger Assoziation für Radsport.

Zitate:


„Vor uns liegt eine große Arbeit.“

“Wir haben große Arbeit geleistet.”

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Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)



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