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Der Körper des jungen Schwarz-Fliegers wurde beim Aufprall zerfetzt (Foto: Twoi Den)
Der Körper des jungen Schwarz-Fliegers wurde beim Aufprall zerfetzt (Foto: Twoi Den)
Montag, 22.10.2007

Blinder Passagier stürzt vor Domodedowo in den Wald

Moskau. In einem Wald nahe Moskau ist die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden, der offenbar aus dem Fahrwerkschacht eines Flugzeuges stürzte. Seine Identität wie auch der Flug, mit dem er kam, sind noch offen.

Die Leiche war von einem Mann gefunden worden, der seinen Hund ausführte. Er bemerkte zunächst ein abgerissenes menschliches Bein weit oben in einem Baum.

Gerichtsmediziner stellten schon am Ort des schrecklichen Funds fest, dass der etwa 17 Jahre alte Jugendliche mit asiatischem Aussehen vor einigen Tagen durch einen Sturz aus großer Höhe ums Leben gekommen sein muss. Allerdings könnte er auch schon vorher tot gewesen sein - erfroren und erstickt im Fahrwerksschacht eines Airliners.

Absturz in der Anflugschneise



Der Fundort befindet sich im Bereich der Ein- und Abflugschneisen des etwa zwölf Kilometer entfernten Moskauer Flughafens Domodedowo. Irgendwelche höheren Bauten oder Bäume gibt es in der Nähe nicht.

Einen Ausweis trug das Opfer nicht bei sich, nur einen Zettel mit einigen Moskauer Telefonnummern. Deren Überprüfung sei bisher ergebnislos verlaufen, schreibt der „Moskowski Komsomolez“.

Junger “Schwarzflieger“ kommt lebend von Perm nach Moskau



Bei Russland-Aktuell
• Feuer an Bord: Tu-134 in Wnukowo glücklich notgelandet (15.10.2007)
• 15-jähriger überlebt Boeing-Flug im Fahrwerksschacht (24.09.2007)
• Blinde Passagiere: Chamäleon, Spinnen und Frösche (07.09.2007)
• Auch russische Flugpassagiere werden trocken gelegt (20.08.2007)
• Untergrundproduktion von Teilen für Passagierflugzeuge (25.07.2007)
Möglicherweise wurde der junge Mann durch Medienberichte zu seinem todbringenden Abenteuer animiert: Vor kurzem wurde auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo ein 15-jähriger Junge aufgefunden, der im Fahrwerkschacht einer Boeing 1300 Kilometer aus Perm geflogen war – und die anderthalb Stunden Sauerstoffmangel und 50 Grad Kälte überlebt hat. In Luftfahrtkreisen gilt dies zwar als so gut wie unmöglich, doch der junge Permiak erlitt nur einige starke Erfrierungen.

Abflug in Moskau weniger wahrscheinlich



Das Aussehen und die leichte Kleidung – nur zwei T-Shirts und Jeans – des unbekannten Toten könnten dafür sprechen, dass er auf diesem Weg aus dem asiatischen Ausland illegal nach Russland gelangen wollte.

Bei in Domodedowo startenden Flugzeugen seien jedenfalls in den letzten Tagen keine Unregelmäßigkeiten mit den Fahrwerken bemerkt worden, heißt es. Außerdem ziehen startende Flugzeuge meist unmittelbar nach dem Abheben die Fahrwerke ein und schließen die entsprechenden Luken.

(ld/rufo/St.Petersburg)


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